Rapid gegen SVM im Zeichen des St. Patrick's Day

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Der St. Patrick‘s Day, Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen Patrick, ist bei den Iren und irischen Emigranten der Feiertag schlechthin.

Doch die Feierlichkeiten erfreuen sich auch beim partyhungrigen Volk ohne irische Wurzeln immer größerer Beliebtheit – auch in Österreich.

Dass es ausgerechnet am 17. März zum grünen Duell zwischen Rapid und Mattersburg kommt ist Zufall. Der Spielplan will es so.

Von Feierstimmung sind beide Teams nach den jüngsten Niederlagen aber weit entfernt.

Rapid musste in Salzburg einen gehörigen Dämpfer einstecken, während der SVM nach grandiosem Rückrundenstart gegen Wacker die zweite Pleite 2012 hinnehmen musste.

Heim-Doppelpack als große Chance

„Das ist ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Wir brauchen wieder dieses Erfolgserlebnis. Wir müssen wieder versuchen, Tore zu erzielen“, wagt Mario Sonnleitner im Gespräch mit LAOLA1 einen Ausblick auf das anstehende Heimspiel.

Darüber hinaus steht für die Hütteldorfer ein Doppelpack auf heimischem Terrain bevor, da kommenden Mittwoch auch noch Kapfenberg ins Hanappi-Stadion kommt.

„In den zwei Spielen können wir wieder Punkte gut machen. Aber diese Spiele sind die schwierigsten in der Liga. Wir wissen, wie gefährlich Mattersburg sein kann, deswegen heißt es hoch konzentriert sein.“

Trotz einer 13 Spiele andauernden Serie, die mit dem 1:3 in Salzburg ein jähes Ende fand, liegen die Grün-Weißen derzeit nur mehr auf dem zweiten Tabellenplatz, punktegleich mit Spitzenreiter Salzburg und dem Dritten Austria.

Schwerpunkt auf Defensivverhalten

Zu der Flaute vor dem gegnerischen Tor kamen gegen die Bullen auch Fehler in der zuletzt so sicheren Defensive. Sowohl defensiv als auch offensiv gilt es laut dem 25-jährigen Verteidiger an den Schwachpunkten zu arbeiten.

„Wir müssen einfach schauen, dass wir nach vorne effektiver sind, nicht so viele Ballverluste haben und unsere Konzentrationsfehler abstellen. Dann wird hinten wieder die Null stehen und wir werden vorne ein Tor machen.“

Defensiv gilt dieses Vorhaben als umsetzbar, da man abgesehen vom 1:3 gegen die Bullen seit dem letzten Duell mit Mattersburg am 26. November 2011 nur zwei Gegentreffer hinnehmen musste.

„Wir trainieren mit Peter Schöttel sehr viel in diesem Bereich. Die ganze Mannschaft arbeitet sehr stark defensiv und wir kommunizieren sehr viel. Ich glaube, dass ist unser Erfolgsrezept, warum wir hinten sicher stehen. Aber wir können hinten noch so oft gut stehen, wir müssen unbedingt auch die Tore machen.“

Keine Frage der Kreativität?

Daran hapert es seit Wochen und Monaten. Die bisher einzigen zwei Treffer im Frühjahr resultierten aus Hofmann-Freistößen – einmal half Rieds Karner mit, einmal verwandelte der Kapitän direkt.

Eingefahrene Angriffsaktionen ohne Durchschlagskraft stehen symbolisch für die bisherigen Performances in der Rückrunde. An Kreativität mangelt es laut Sonnleitner aber nicht.

„Der letzte Pass wird oft ungenau gespielt, hin und wieder liegt es nur am schlechten Zuspiel. Ich glaube nicht, dass die Kreativität fehlt. Wenn wir den letzten Pass vor dem Tor exakt spielen, werden wir auch wieder zwei, drei Tore in einem Spiel schießen.“

St. Patrick’s Day hin oder her – Rapid ist im Heimspiel gefordert. „Grün-weiße Farben beider Teams seien dahingestellt, aber wir müssen unsere Grün-Weißen anspielen, damit wir Tore erzielen“, so „Sonni“.

Mattersburg reist mit viel Selbstvertrauen an

Auf Mattersburger Seite überwiegt die Vorfreude auf das medial immer wieder zum „Bruderduell“ aufgeschaukelten Match gegen Rapid – auch wenn es keiner mehr hören kann.

„Wir sind ja nicht verwandt. Farbenverwandt vielleicht, mehr nicht“, stellt Trainer Franz Lederer klar. Etwas Besonderes ist es für den SVM, so wie laut Lederer für jeden anderen Klub auch, im Hanappi aufzulaufen aber allemal.

„Auch in unserem Bundesland gibt es sehr viele Rapid-Grüne, wir sind halt die Mattersburg-Grünen. Daher ist es immer wieder ein brisantes Duell“, stimmt sich der Chefbetreuer auf das St.-Patrick’s-Day-Duell ein.

Zumindest reisen die Burgenländer mit viel Selbstvertrauen im Gepäck in die Hauptstadt. In den ersten fünf Frühjahrs-Spielen konnte man drei Siege einfahren – zwei davon auswärts - , allerdings kam Kapfenberg durch das Nachtragsspiel bis auf neun Punkte heran.

„Wir wollen genauso auch im Hanappi punkten. Ich hoffe, das gelingt uns auch“, geht Michael Mörz optimistisch in das Auswärtsspiel. Ob es am St. Patrick’s Day zu einer brüderlichen Punkteteilung kommt, bleibt abzuwarten.


Alexander Karper

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