"Ab Mai werden Stadion-Eckpunkte erkennbar sein"

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Wenn der SK Rapid ruft, lässt sich sogar Bundespräsident Heinz Fischer nicht zweimal bitten.

An jener Stelle, wo im besten Fall im Sommer 2016 das Eröffnungsspiel stattfinden soll, erfolgte der Spatenstich für das künftige Allianz-Stadion.

Bevor der erste, traditionelle Erdaushub getätigt wurde, zog sich der Ehrengast umgeben von Politiker-Prominenz, Bundesliga-Vertretern und der Mannschaft sogar noch die grün-weiße Krawatte von Rapid-Präsident Michael Krammer über.

"Das ist eine große Ehre und Auszeichnung. Er ist Rapidler, aber trotzdem zeigt es ein bisschen, welche Bedeutung dieses Projekt für die Republik und die Stadt hat", merkt der 54-jährige Wiener im Gespräch mit LAOLA1 an.

Bundespräsident fiebert Fertigstellung entgegen

Der Ansturm auf die "meistbeobachtete Baustelle Österreichs" war enorm. Auch Fischer war sichtlich angetan.

"Damit ist die Geschichte des alten Hanappi-Stadions abgeschlossen. Da sind noch wichtige Dinge zu erledigen. Ich werde mir genau anschauen, wie dass hier läuft und funktioniert."

Das Staatsoberhaupt plauderte von seinen Berührungspunkten mit Rapid und entpuppte sich als grün-weißer Anhänger, der die Geschehnisse im Verein seit Jahren verfolgt.

"Sie wissen ja nicht, wie ich immer mitfiebere. Ich bin schon zu alt für diese Aufregung", scherzte der mittlerweile 76-Jährige, dessen zweite Amtsperiode ausgerechnet im Juli 2016 zu Ende geht.

Mit Arsenal oder Bayern in eine neue Ära

Neben der Hoffnung, dass die neue Rapid-Heimstätte bis zu diesem Zeitpunkt fertig wird, wünscht sich Fischer eine Einladung zum Eröffnungsspiel - in den letzten Tagen seiner offiziellen Tätigkeit.

"Derzeit schaut es so aus, wie wir uns das vorstellen. Vielleicht geht es sich aus, dass wir den Bundespräsidenten, knapp bevor er in Pension gehen darf, offiziell zum Eröffnungsspiel einladen dürfen", ist Projektleiter Harry Gartler gegenüber LAOLA1 zuversichtlich.

Wunschgegner zur gebührenden Einweihung der neuen grün-weißen Heimat hätte Fischer ebenfalls: Arsenal oder Bayern München.

"Aber gegen Bayern müssten wir gewinnen, denn das ist nicht unbedingt eine meiner Lieblingsmannschaften. Es soll ein gutes Fußballspiel sein."

"Zeit, dass in der Bundesliga infrastrukturell etwas weitergeht"

Während die Spieler und direkten Beteiligten zum Spaten griffen und damit den nächsten Meilenstein manifestierten, zeigte sich ÖFB-Präsident Leo Windtner beinahe erleichtert.

"Dieser Tag löst Jubelstimmung aus, denn es ist an der Zeit, dass in der Bundesliga infrastrukturell wieder etwas weitergeht."

Zeitplan und Kosten haben Priorität

Der Winter meinte es bis jetzt gut mit den Hütteldorfern, Verzögerungen mussten vorerst nicht hingenommen werden. Am Zeitplan hält man weiterhin fest.

Dieser habe für Gartler neben der Einhaltung der Kosten durch das Bauunternehmen oberste Priorität.

Im Hintergrund wird bereits fleißig in Projekten daran gearbeitet, dass am Tag der Fertigstellung auch ein reibungsloser Betrieb gewährleistet wird. Erarbeitet werden Konzepte von den Business-Logen über Jahreskarten, Zahlungsart bis hin zum Catering.

"Jetzt geht es nach oben, bisher ist nur abgerissen worden. Das Fundament ist gelegt, der Spatenstich absolviert. In nicht ganz eineinhalb Jahren werden wir hier wieder spielen", ist Krammer überzeugt. Dann soll der nächste Besuch von Bundespräsident Fischer in Hütteldorf eingeplant werden.


Alexander Karper

Dafür soll Gartler und das zuständige Bauunternehmen STRABAG sorgen. Nach dem Komplett-Abriss wurde das Fundament bereits gelegt.

Bauleiter Ing. Roman Hornischer geht davon aus, dass bereits in rund zwei Monaten alle Fassaden stehen werden und der Fortschritt ersichtlich wird. 

Stadion-Eckpunkte in wenigen Monaten erkennbar

Projektleiter Gartler erklärt LAOLA1 die weiteren Schritte detaillierter. Priorität habe vor allem die künftige Westtribüne, da bei dieser die meiste Arbeit investiert werden müsse.

"Die Fertigteile werden jetzt geliefert, die Sauberkeitsschicht für die Schallungen ist vorbereitet. Wenn das mit den Fertigteilen so funktioniert, läuft das richtig gut."

Der ehemalige Profi und Sportmanager vom SK Rapid II vergleicht seine Arbeit und die Anspannung mit jener eines Fußballers.

Woche für Woche werden neue Etappen in Angriff genommen. Ausgerichtet sei alles auf das Endziel, wie in einer Meisterschaft.

So prophezeit auch die treibende Kraft hinter dem Projekt: "Ich denke, dass man im Mai, Juni, Juli schon richtige Eckpunkte erkennen kann, vielleicht ist sogar schon die Röhre der Haupttribüne ersichtlich."

 

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