"Pavelic hat auf seiner Seite viel Dampf gemacht"

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Eine positive Stichprobe oder doch mehr?

Ein Liga-Spiel ist tendenziell ein zu geringer Bemessungszeitraum, um bereits behaupten zu können, dass Rapids Problem auf der Position des Rechtsverteidigers gelöst ist.

Nach dem 1:0 gegen die SV Ried lässt sich jedoch attestieren: Mario Pavelic hat seine Sache gut gemacht.

Das sah auch Trainer Zoran Barisic so: „Ich habe mir genau das erhofft, was er gegen Ried gespielt hat. Genauso kennen ich ihn, genauso will ich ihn haben.“

„Ich weiß, dass er noch mehr kann“

Mit 71 Ballkontakten hatte der 20-Jährige gleichauf mit seinem Gegenüber auf der linken Seite, Thomas Schrammel, die meisten Ballkontakte im grün-weißen Dress.

Zudem brachte er es auf vier Torschüsse. Einer seiner 40 Pässe war besonders wertvoll: Damit bereitete er in Minute 65 das Goldtor von Deni Alar vor – sein erster Scorer-Punkt im elften Bundesliga-Spiel.

„Er war irrsinnig schnell im Kopf, war technisch sauber, hat auf seiner Seite viel Dampf gemacht. Es freut mich sehr für ihn, dass er das Tor aufgelegt hat“, gratulierte Barisic.

Nachsatz des Coaches: „Aber ich weiß, dass er noch mehr kann.“

Die Chance auf einen Stammplatz

Eine Steigerung würde mit zunehmender Erfahrung rechts in der Viererkette wohl Hand in Hand gehen. Die Chance selbige zu bekommen, erscheint derzeit groß wie nie.

Pavelic selbst ist fest entschlossen, sich auf der vakanten Position das Prädikat „Stammspieler“ zu sichern: „Ich werde in jedem Training und in jedem Spiel, in dem ich zum Einsatz komme, 100 Prozent geben, um meine Chance zu nutzen, dass ich der fixe rechte Verteidiger werde.“

Eine Umstellung, die jedoch schon zahlreiche Außenverteidiger vor ihm bewältigt haben. So hat etwa Trimmel seine Laufbahn als Stürmer begonnen, ehe er schrittweise nach hinten gezogen wurde.

„Habe mir von Trimmel ein paar Sachen abschauen können“

Der Neo-Legionär dient Pavelic als Vorbild: „Man muss sagen, dass Trimmel auf jeden Fall körperlich stärker war. Aber ich habe mir schon ein paar Sachen von ihm abschauen können. Er war in meinen Augen ein moderner rechter Verteidiger, der auch in der Offensive stark war.“

Auch wenn er kein Neuling mehr im grün-weißen Profi-Kader ist, genießt Pavelic noch ein wenig „Welpenschutz“. Mit den Ambitionen auf den Stammplatz wird jedoch auch der Druck auf seine Person steigen.

Ein Umstand, der ihm bewusst ist. „Der Druck ist definitiv da, aber die Mannschaftskollegen stehen immer hinter mir und pushen mich“, verlässt er sich auf die Unterstützung der Kollegenschaft.

Gegen Ried hielt er dem Druck, die Bewährungsprobe positiv absolvieren zu müssen, stand. Eine Stichprobe oder doch mehr?


Peter Altmann

Die Lücke tat sich einerseits durch den Wechsel von Christopher Trimmel zu Union Berlin auf, andererseits durch den Kreuzbandriss dessen geplanten Nachfolgers Michael Schimpelsberger.

Pavelic galt als der logische Nachrücker. Beim 1:6 in Salzburg stellte Barisic jedoch Maximilian Hofmann auf diese Position und bewies damit kein glückliches Händchen.

Die Umstellung auf die Defensivarbeit

Nun liegt es am Burgenländer zu beweisen, dass er die längerfristige Lösung darstellen kann. Als gelernter Mittelfeldspieler muss er zwangsläufig sein Spiel adaptieren.

„Ich würde sagen, ich bin in der Offensive technisch stark. Hinten fehlen mir vielleicht noch die entscheidenden Ansätze eines richtigen Verteidigers. Aber das wird schon noch“, meint Pavelic und gibt zu:

„Es ist schwer, wenn man sein ganzes Leben lang offensiv spielt und auf einmal verteidigen muss. Das ist schon ein bisschen eine Umstellung.“

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