Rapids Pyro-Protest könnte nach hinten los gehen

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14.000 Zuschauer zum Frühjahrsauftakt bei winterlichen Bedingungen waren aller Ehren wert.

Mit dem 3:0-Heimsieg Rapids gegen Ried wurden die gekommenen Stadiongäste zudem zumindest vom Ergebnis her verwöhnt.

Alles in allem somit ein positiver Start ins Frühjahr 2015. Hätte nicht der Auftakt zur Rapid-Viertelstunde, als im Fanblock dutzende Bengalen ohne Genehmigung gezündet wurden, neuen Zündstoff geliefert.

Das ohnehin angeknackste Verhältnis zwischen dem harten Kern der Rapid-Supporter und der Bundesliga wurde mit einer Aktion neuerlich auf die Probe gestellt.

Rapid-Fans vs. Bundesliga in nächster Runde

Die Beziehung zwischen den Grün-Weißen und dem Liga-Vorstand nahm mit den Urteilen nach dem Wiener Derby nicht gerade einen Aufschwung.

Schon zum Ende der Herbstsaison machte der Fan-Block dem Ärger über die hohe Geldstrafe und zwei Derbys unter Ausschluss der Gästefans Luft.

Zudem musste sich Vorstand Christian Ebenbauer Schmähgesänge gefallen lassen. Wer glaubte, der Protest verliefe sich über die Winterpause im Sand, der irrte.

Nach den neuerlichen Vorfällen droht dem Rekordmeister nun weiterer Ungemach, schließlich befindet man sich seit den Derby-Vorfällen auf Bewährung.

Bengalen-Meer als Zeichen des Widerstands

„Zusätzlich wird der Heim-Fansektor beider Klubs für ein Spiel gesperrt, sofern der jeweilige Klub eine Sanktion wegen Verletzung von § 116a der ÖFB-Rechtspflegeordnung bis zum Ende der Saison 2014/15 erhält“, hieß es in der damaligen Aussendung von oberster Stelle.

Mit Transparenten, die sich gegen die Bundesliga richteten und sinngemäß wiedergaben, dass man den Anhang auch mit Kollektivstrafen nicht stoppen könne, wollte man ein Zeichen setzen.

Wenn man sich damit nicht verspekuliert hat. Nach der Kundgebung wurden die Fansektoren C und D im Ernst-Happel-Stadion in ein rotes Bengalen-Meer verwandelt.

Ein Zeichen des Widerstands, das dem SK Rapid teuer zu stehen kommen könnte. Denn wieder einmal handelte es sich um nicht angemeldete pyrotechnische Gegenstände.

Geisterspiel oder Sperre möglich

Von Seiten der Bundesliga gab es bisher noch kein Signal, ob und in welcher Weise den Vorfällen nachgegangen wird.

Fakt ist jedoch, dass eine neuerliche Bestrafung weitgehende Folgen für den aktuell Tabellendritten mit sich bringen würde.

Aufgrund einer Sanktion wegen Verletzung von § 116a der ÖFB-Rechtspflegeordnung wäre von einer weiteren Geldstrafe über eine Fantribünen-Sperre bis hin zum Geisterspiel alles im Bereich des Möglichen.

Was sich für einige Unbelehrbare im Moment des Abbrennens der Bengalen möglicherweise gut anfühlte, könnte den treuen Anhängern im Endeffekt jedoch teuer zu stehen kommen.

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