Rangnick kündigt Abschied an

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Rangnick würde nicht Salzburg-Sportchef bleiben

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Spät, aber doch, kam Ralf Rangnick zur "Bruno Gala 2014".

Seine Verspätung hatte natürlich auch einen guten Grund. Zu diesem Zeitpunkt waren die Auszeichnungen allerdings schon allesamt vergeben.

Der FC Red Bull Salzburg räumte dabei vollends ab, gewann u.a. in den Kategorien als "Mannschaft des Jahres", "Spieler der Saison" (Kevin Kampl), "Torhüter der Saison" (Peter Gulacsi) und "Trainer der Saison" (Roger Schmidt).

Die Preise bezogen sich dabei freilich auf die vergangene Spielzeit 2013/14. Stefan Ilsanker ("Aufsteiger der Saison") und Kapitän Jonatan Soriano ("Torjäger der Saison") waren ebenso anwesend und wurden mit den "Brunos" prämiert.

Als Rangnick dazukam

Die Protagonisten saßen noch lange in Eintracht zusammen, als Rangnick von einem anderen Termin ins Wiener Rathaus kam. Der 56-Jährige war zuvor in der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" zu Gast und antwortete dabei auch auf Fan-Fragen.

Auf jene eines "Twitter"-Users, ob er bei einem Leipziger Durchbruch in die höchste Spielklasse in Deutschland weiterhin als sportlicher Leiter in Salzburg zur Verfügung stünde, meinte Rangnick kurz und knapp: "Nein."

Der Deutsche, der seinen vormaligen Trainer Schmidt im Rathaus herzlich begrüßte, führte weiter aus: "Das bleibe ich nicht, weil das dann auch nicht mehr geht. Es geht vom Arbeitsaufwand nicht mehr, das ist jetzt schon grenzwertig."

International unmöglich

Im Fall der Fälle würde Leipzig seine volle Konzentration genießen. Damit wurde auch offiziell die Priorisierung des deutschen Red-Bull-Klubs kundgetan.

Wenig überraschend. Auch dahingehend, weil Rangnick natürlich nicht eine Doppelfunktion bekleiden könnte, sollten beide Klubs international spielen.

Dass daran perspektivisch gearbeitet wird, dies grundsätzlich (also juristisch) möglich zu machen, ist klar.

Beide Klubs sollen irgendwann auch parallel europäisch vertreten sein können. Rangnick selbst würde mit seinem Schritt den Weg ebnen.

"In dem Moment, in dem Leipzig in der Bundesliga spielen könnte, könnten wir uns ja auch irgendwann international qualifizieren. Alleine deswegen wäre es nicht möglich. Ich kann nicht Sportdirektor für zwei Vereine sein, die womöglich beide international spielen. Das wäre ausgeschlossen."

Wer würde nachfolgen?

Aktuell belegt der deutsche Vertreter in der zweiten Bundesliga Rang drei und wäre damit momentan für die Relegation qualifiziert.

Rangnick bekleidet seit Juli 2012 die Posten bei Leipzig und Salzburg in Doppelfunktion. Wer sein Nachfolger im Fall der Fälle werden würde, ist offen.

Seine rechte Hand, Sportkoordinator Christoph Freund, hält sich gegenüber LAOLA1 auch hinsichtlich seiner Person zurück: "Das ist jetzt noch zu früh."

 

Bernhard Kastler

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