Ramalho & Kampl werden gehen

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Ramalho und Kampl werden Salzburg verlassen

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Der Tag ist gekommen, wo einschneidende Veränderungen bei der Mannschaft von Meister Red Bull Salzburg bekannt geworden sind.

Sie kommen nicht überraschend, nun sind sie aber offiziell.

Sportdirektor Ralf Rangnick lüftete diese ausgerechnet in Leipzig.

Bei einem Medientermin für ausgewählte österreichische Journalisten machte der Sportdirektor beider Klubs klar, dass Andre Ramalho seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Salzburg nicht verlängern wird.

Ramalho: Leipzig oder Red-Bull-Ende?

Natürlich soll die nächste Destination Leipzig heißen. Rangnick strebt für den Verteidiger einen Wechsel nach Deutschland an.

"Wir wären blöd, wenn wir ihn nicht in der RB-Familie behalten würden. Aber es ist klar, dass wir jetzt im Wettbewerb mit anderen Klubs stehen."

Der 22-Jährige spielt seine zweite Saison bei den Profis und will nun den nächsten Schritt machen. Auch ein Wechsel zu Leipzig im Winter ist möglich.

"Ich kann das nicht völlig ausschließen, das kommt auf die jeweilige Situation in Salzburg und Leipzig an", so der 56-Jährige, der etwa ein (unwahrscheinliches) Ausscheiden in der EL-Gruppenphase als Faktor nennt.

Auch Kampl geht

Auch Kevin Kampl wird spätestens nach Saisonende Salzburg verlassen, trotz langfristigen Vertrages beim Meister.

Seine positive Weiterentwicklung macht den nächsten Schritt erforderlich, das stellte Rangnick schon bei der Vertragsverlängerung im Sommer klar und wurde auch so mit dem Salzburg-Star besprochen.

Nach drei Saisonen wird Kampl Salzburg verlassen

Ob seiner Verbundenheit mit Red Bull ist Leipzig natürlich ein Thema für den slowenischen Nationalspieler, aber wohl nur bei einem Antreten in der deutschen Bundesliga nächste Saison.

Sollten die "Roten Bullen" aufsteigen, gilt beim Offensivgeist ein Wechsel zum Schwestern-Klub als logisch und wahrscheinlich.

Zwar wurde die Winter-Option ähnlich wie bei Ramalho unter gewissen Umständen nicht gänzlich vom Tisch gefegt, doch wahrscheinlicher ist der Verbleib bis Saisonende.

Schließlich ist man dem EL-Aufstieg ins Sechtzehntelfinale sehr nahe.

Rangnick macht zudem einmal mehr keinen Hehl daraus, dass das Erzeugen von Synergien zwischen den Klubs weiter voranschreiten soll und solche Wechsel in naher Zukunft für andere Spieler gelten könnte.

Goalie Peter Gulacsi oder Martin Hinteregger kamen in diesem Kontext zur Sprache.

Nicht noch einmal ein Deal a la Sabitzer

In einem offenen Gespräch räumt der Sportdirektor zudem ein, dass er wie der anwesende Geschäftsführer Jochen Sauer nicht mehr Verpflichtungen a la Marcel Sabitzer oder Massimo Bruno machen würden.

Beide wurden von Leipzig verpflichtet und nach Salzburg verliehen: "Wir würden das nicht mehr so machen. Sie würden dorthin wechseln, wo sie auch spielen sollen. Da haben wir uns auch angreifbar gemacht."

Die Ziele mit Salzburg sollen sich ob prominenter Abgänge nicht verändern. Der Fußball mit Wiederkennungswert und Spielern, die sich a la Sadio Mane und Kampl weiterentwickeln sollen, bleiben das Credo.

 

Aus Leipzig berichtet Bernhard Kastler

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