Im Sommer unterschrieb der frühere Sturm-Kicker, der 2007 von Graz an die Salzach wechselte, nach langer Überlegungs-Phase für zwei weitere Jahre. Und hält nach dem ersten Bundesliga-Viertel bei nur 55 Einsatzminuten (alle im Spiel gegen Wacker) sowie stand er nur zwei Mal überhaupt im Kader.

Verkettung unglücklicher Umstände

"Es ist auch eine Verkettung unglücklicher Umstände“, erklärt Trainer Schmidt gegenüber LAOLA1.

„Im Frühjahr konnte er wegen Verletzungen oft nicht spielen. Er hat hervorragende fußballerische Qualitäten, die er auch schon unter mir gezeigt hat. Er kann auch unsere Spielidee absolut umsetzen, aber dafür braucht man eine Top-Physis. Die hatte er in der Rückrunde nicht und im letzten Viertel, wo wir fast alle Spiele gewonnen haben, ist er nicht mehr an die anderen rangekommen.“ 

Es kam der Sommer der Entscheidung. Leitgeb wusste, dass er den Schritt ins Ausland wohl nur noch in diesem Alter machen könnte. Dem Vernehmen waren auch deutsche Klubs an ihm interessiert.

Aber der Blondschopf entschied sich für den Verbleib und damit einen neuerlichen Versuch, wusste er doch auch, dass er im ersten Halbjahr unter Schmidt bis auf eine Partie immer am Platz stand.

„Er konnte jedoch wieder drei Wochen der Vorbereitung nicht mitmachen, weil er verletzt war“, muss der deutsche Coach festhalten.

„So war er zu Saisonbeginn wieder nicht in einem Top-Zustand. Wir haben versucht, das aufzuarbeiten, und ich stelle ihn auch gerne auf, dafür muss er eben besser sein, als die anderen. Das ist nicht immer einfach. Aber er hat den festen Willen.“

Die mögliche Exit-Strategie

An der Einstellung und der Mühe liegt es also ganz und gar nicht. „Wir sind auch immer im Austausch. Ich weiß, die Situation ist extrem schwierig für ihn, aber das ist sie nun und wir müssen damit umgehen.“

Im Cup bekam Leitgeb wieder eine Chance, wie es künftig in der Liga und in der Europa League aussehen wird, ist ungewiss. Gegen Wiener Neustadt am Sonntag fällt wohl Kevin Kampl aus, doch an dessen Stelle wird wahrscheinlich Marco Meilinger wieder seine Chance bekommen.

Eine leichte Aufgabe sieht ob der bärenstarken Konkurrenz sicherlich anders aus, aussichtslos ist sie für Leitgeb aber keineswegs, ist er doch in Top-Form durchaus in der Lage seinem aktuellen Konkurrenten Stefan Hierländer das Wasser zu reichen.

Nichtsdestoweniger wissen beiden Parteien, dass es auch auf Dauer nicht gemeinsam klappen könnte. Schmidt sagt hinsichtlich einer möglichen Exit-Strategie: "Das gehört im Fußball auch dazu, ist aber nicht zwingend. Bis dahin ist jetzt noch genügend Zeit."

Leitgeb selbst meinte Anfang September: „Ich versuche mich durchzusetzen und warte bis zum Winter ab. Wenn es nicht klappt, muss ich mich umsehen.“

 

Bernhard Kastler

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