"Wir können über viele Namen diskutieren"

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„Wir sind in Gesprächen, sind dabei, einen Spieler zu holen.“

Seit Wochen sondiert die Wiener Austria den Transfermarkt.

Es ist mittlerweile kein Geheimnis, dass die Violetten im offensiven Bereich noch gerne nachrüsten würden.

Die Betonung liegt auf "würden". Denn auf Teufel komm‘ raus soll kein Neuer kommen. Gesucht wird ein Angreifer, jemand, der speziell im Konter seine Stärken ausspielen kann.

Kein Perspektivspieler gesucht

Und: Es soll kein Perspektivspieler sein, sondern ein Akteur, der den Veilchen sofort weiterhelfen kann.

Doch so einfach das Anforderungsprofil aussieht, so schwierig entpuppt sich die Suche. „Es ist sicher ein Nachteil, dass wir heuer international nicht vertreten sind. Wir haben schon mit einigen Spielern gesprochen und unsere Wünsche deponiert. Doch ein paar haben sich einfach für einen anderen Klub entschieden. Wir lassen uns aber Zeit, denn wir dürfen keinen Fehler machen. Wenn wir jemanden holen, muss es der Richtige sein“, erklärt AG-Vorstand Thomas Parits im Gespräch mit LAOLA1.

Djuricin kein Thema mehr

Marco Djuricin dürfte nicht mehr unter den Gesprächspartner sein. Anfang Juni buhlte die Austria um die Dienste des Hertha-Legionärs, doch die Berliner erteilten dem 20-jährigen ÖFB-Stürmer keine Freigabe.

Zuletzt tauchten zwar wieder Gerüchte auf, dass der Wiener doch noch am Verteilerkreis landen könnte, Parits setzt unter den Spekulationen aber einen Schlussstrich.

„Ich habe mit Peter (Stöger, Anm. d. R.) über dieses Thema gesprochen. Wir wollten diesen Spieler auch holen. Deswegen haben wir vor drei, vier Wochen bei der Hertha angefragt. Es gab keine Wechselerlaubnis. Nach unserem Trainingslager hat sich die Situation geändert, denn Harrer und Spiridonovic haben sich aufgedrängt. Sie sind vergleichbar mit Marco. Er ist ohne Zweifel ein talentierter Spieler. Wir wollen jetzt aber einen gestandenen Spieler holen. Einen, der in gewissen Ligen seine Tore gemacht hat. Die Leute sollen sagen: Das ist er, der hilft uns gleich weiter.“

Fällt die Wahl auf Sebo?

Könnte das möglicherweise auf Filip Sebo zutreffen? Auch sein Name geisterte als potenzielle violette Neuverpflichtung durch die Medienlandschaft. Ob der 28-jährige Slowake und Ex-Publikumsliebling tatsächlich seine Rückkehr in Favoriten feiern wird, will Parits weder bestätigen, noch dementieren.

„Wir können über viele Namen diskutieren. Es werden uns auch laufend Spieler angeboten. Wir verfolgen den Markt, lassen die Kandidaten beobachten und schauen uns genau ihre DVDs an. Wenn der Richtige kommt, werden wir zuschlagen“, so der Burgenländer.

Im Sturm gut besetzt

Sollte bis zum Transferschluss am 31. August  niemand mehr kommen, wäre es für den 66-Jährigen auch kein Beinbruch.

„Ich möchte  ganz klar sagen, dass wir im Sturm keine Unterbesetzung haben. Im Gegenteil: Es ist ein großer Konkurrenzkampf, weil alle fit sind. Mit Linz und Kienast sind wir gut aufgestellt, auch Jun und Stankovic können im Fall der Fälle ganz vorne spielen.“

Lob für die Youngsters

Mit den bisherigen Neuverpflichtungen ist der ehemalige Internationale zufrieden. Spezielles Lob gibt es für die junge Garde. „Ich freue mich, wie sie sich entwickelt haben. Murg, Wimmer und Spiridonovic besitzen sehr viel Qualität. Peter forciert sie und ich hoffe, dass der eine oder andere den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen wird.“

Bei Dare Vrsic sieht er noch Luft nach oben. „Er wird noch ein bisschen brauchen. Er hat aber seine Qualitäten und wird sich steigern. Dare wird uns weiterhelfen. Wenn er die Mitspieler noch besser kennt, werden wir noch viel Freude mit ihm haben.“

Und vielleicht lernt Vrsic auch schon bald einen neuen Mitspieler kennen. Die Gespräche laufen…

Martin Wechtl

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