"Hat keine Gespräche, keine Verhandlungen gegeben"

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Winter is coming!

Und damit kommen auch die Transfergerüchte in Fahrt.

Als heißeste Aktie gilt derzeit Marcel Sabitzer. Der 18-jährige Admria-Stürmer steht bereits seit Monaten immer wieder  in den Schlagzeilen, wurde auch schon im Sommer mit mehreren Vereinen in Verbindung gebracht.

Erst letzte Woche haben die Spekulationen neuen Nährstoff bekommen. Laut "Kurier" will der Sohn von Ex-ÖFB-Teamspieler Herfried ein Angebot von Schalke 04 sausen lassen, um zur Austria wechseln zu können.

„Bei Schalke hätte Marcel 25 großartige Profis vor sich und könnte kaum spielen“, war in der Tageszeitung als Begründung zu lesen.

„Er hätte in meinem System Platz“

Ein Verbleib in der Südstadt scheint hingegen so gut wie vom Tisch zu sein. Bis spätestens Ende November soll eine definitive Entscheidung fallen, damit bei einem möglichen Abgang noch Geld in die Kassen der Niederösterreicher gespült wird – schließlich läuft Sabitzers Vertrag im Sommer 2013 aus.

Die Veilchen machen jedenfalls kein Hehl daraus, dass der Steirer gut nach Wien-Favoriten passen würde.

„Marcel ist ein sehr, sehr guter Spieler und würde genau in unser Anforderungsprofil hineinpassen. Er hätte in meinem System Platz. Bei uns gibt es fünf offensive Positionen, vier davon könnte er spielen“, meint Trainer Peter Stöger.

Stöger und Papa Sabitzer

Der Wiener kennt den Youngster schon seit seiner Zeit beim GAK. Damals war der Papa Stögers Co-Trainer. Neben dem ehemaligen Arbeitsverhältnis verbindet die beiden auch eine echte Männerfreundschaft.

„Ich habe mit Herfried ein Vertrauensverhältnis, kenne die Hintergründe, wie es um einen Transfer nach Deutschland aussieht.“

Der Ball liege einzig und alleine in Marcels Händen.  „Er muss wissen, ob er den Weg ins Ausland gehen will. Wenn er sich dazu entscheidet, nicht bei der Admira zu bleiben, aber auch nicht ins Ausland zu gehen, wäre es fahrlässig, sich nicht um ihn zu bemühen“, gesteht  Stöger.

Noch keine Gespräche

Gespräche oder gar Verhandlungen habe es von Seiten der Austria jedoch noch keine gegeben, wie auch AG-Vorstand Thomas Parits gegenüber LAOLA1 bestätigt.

„Sabitzer ist ein interessanter Spieler – keine Frage. Er steht aber noch bei der Admira unter Vertrag und wir haben noch keine Gespräche mit ihm geführt, daher hat er auch kein Angebot von uns bekommen.“

Denn der Burgenländer will sich an die Regeln halten. „Man soll mit einem Spieler erst sechs Monate vor Ende seiner Vertrags-Laufzeit reden.“

Die violetten Führungskräfte sehen auch davon ab, sich bei der Admira die Erlaubnis zu holen, um mit dem Spieler in Kontakt treten zu dürfen.

„Nein, das möchten wir nicht. Sabitzer soll sich einmal auf seine Aufgaben bei der Admira konzentrieren und dann eine Entscheidung treffen. Diese wird er sowieso irgendwann fällen müssen“, erklärt der 66-Jährige. Mit dem Zusatz: „Er würde gut zu uns passen.“

Frage des Geldes

Fraglich bleibt obendrein, ob das Budget einen Wechsel im Winter zulässt? „Will man den Spieler im Winter holen, muss man mehr Geld als die Ausbildungsentschädigung ausgeben. Das hängt auch vom Budget ab. Wenn nicht, bleibt der Sommer – da könnte es aber zu spät sein“, so der FAK-Coach.

Ein Abgang von Roland Linz würde den Wienern in diesem Fall Luft verschaffen. Die Indizien verdichten sich, dass der mit Saisonende auslaufende Vertrag des  31-Jährigen nicht mehr verlängert wird.

Linz-Zukunft offen

Ein vorzeitiger Abschied in der Winterpause ist daher nicht auszuschließen. Parits gibt sich bedeckt:

„Wir haben die Planung für die nächste Saison noch gar nicht begonnen. Im Moment herrscht im Sturm und im Mittelfeld ein riesengroßer Konkurrenzkampf. Es sind sehr gute Spieler da und der dadurch entstehende Konkurrenzkampf fördert und belebt die Mannschafts-Leistung. Vielleicht bekommt Linz noch die Chance, aber es ist noch nicht über seine Zukunft entschieden.“

Und auch nicht  jene von Marcel Sabitzer

Martin Wechtl

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