Heinz Palme klagt den SK Sturm

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Heinz Palme, OK-Chef der WM 2006 in Deutschland, Koordinator der Bundesregierung für die EM 2008 im eigenen Land und Berater der Gastgeber der WM 2010 in Südafrika, hat gegen Österreichs Fußball-Meister Sturm Graz am 12. August beim Landesgericht Graz Klage eingereicht.

Der Steirer bestätigte am Mittwoch gegenüber der APA - Austria Presse Agentur einen Bericht der "Kleine Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe).

"Wir haben uns am 23. März mündlich in allen Vertragspunkten über eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit geeinigt", begründete der "verhinderte" Geschäftsführer des Vereins der APA.

Keine Bewegung von Sturm

Palme betrachtet die Einigung, die auch schon in schriftlicher Form vorgelegen sei und in der nur noch kleine Detailfragen zu klären gewesen wären, als "aufrechte Vereinbarung, die nicht eingehalten wurde".

Er fühle sich jedenfalls im Recht. Trotz mehrmaligem Kontakt und regem Schriftverkehr habe sich der SK Sturm nicht bewegt.

Deshalb schaltete Palme jetzt seinen Anwalt ein, um bisher anstehende Leistungen auf gerichtlichem Weg einzuklagen.

"Gerichte machen keinem Spaß"

"Es tut mir persönlich leid, weil es taugt mir selbst nicht, wenn man Gerichte einschaltet. Das macht keinem Beteiligten Spaß und außerdem interessiert es keinem Fußball-Fan", meinte der 52-Jährige zu seinem Schritt.

Ihm war etwa zweieinhalb Wochen nach der Einigung, bei der vier Präsidiumsmitglieder des Meisters anwesend gewesen sein sollen und die einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dreijährigem Kündigungsverzicht beider Seiten beinhalten soll, von den Grazern mitgeteilt worden, dass es "interne Probleme" gegeben hätte und die Gespräche nicht fortgesetzt würden.

Palme war zu 100 Prozent bereit

Seit damals habe er, Palme, auf seine Anfragen und Briefe immer wieder die selbe Antwort erhalten, es gäbe keinen Vertrag und daher seien auch keine Forderungen zu stellen.

Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber will sich laut "Kleine Zeitung" zu der Causa überhaupt nicht äußern, er ließ dem Blatt wissen: "Es gab und gibt keine Vereinbarung mit Herrn Palme."

Palme, der insgesamt 21 Jahre für den Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) tätig war, habe nach der Einigung bereits Projekte in den Emiraten und Brasilien abgesagt, um sich zu 100 Prozent auf die neue Aufgabe als Geschäftsführer des SK Sturm zu konzentrieren.

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