Glasner kommt zurück nach Ried

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Reiter: "Höchsten Respekt vor Oliver Glasner"

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Die SV Ried hat ihre Suche nach einem neuen Trainer erfolgreich beendet.

Wie Manager Stefan Reiter am Sonntag erklärt, wird Oliver Glasner künftig Coach der Oberösterreicher.

Für den 39-Jährigen ist es der erste Cheftrainer-Posten in der Bundesliga und gleichzeitig eine Rückkehr zu jenem Verein, für den er jahrzehntelang selbst die Fußballschuhe schnürte.

Zuletzt in Salzburg

Glasner war seit Anfang 2012 bei RB Salzburg in diversen Funktionen, zuletzt als Co-Trainer der Profis, aktiv.

"Ich kann die Entscheidung natürlich nachvollziehen, auch wenn ich ihn gerne nach Leverkusen mitgenommen hätte. Oliver ist eine Ried-Legende", sagt etwa Salzburg-Trainer Roger Schmidt.

Bei den Innviertlern folgt der frühere Verteidiger einer anderen Ried-Legende Michael Angerschmid, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, nach.

Reiter: "Höchsten Respekt"

"Ich kann nicht nach Emotionen gehen. Wir haben zwei Spieler-Legenden und ich hoffe, es kommt jetzt eine Trainer-Legende dazu. Wir haben uns für die fachliche Qualität entschieden, Oliver hat die", erklärt Stefan Reiter bei "Sky".

Der Manager hatte nur mit einem anderen Trainer gesprochen. "Die erste Person war Adi Hütter", so der 53-Jährige.

Glasner, der mit Salzburg eine Vertragsauflösung erzielen und in Ried bald einen Vertrag für zwei Jahre (plus Option) unterschreiben wird, lässt damit die Chance, als Co-Trainer mit Schmidt nach Leverkusen zu gehen, aus.

"Allerhöchsten Respekt für diese Entscheidung. Ich selbst habe ihm noch zuvor geraten, nach Leverkusen zu gehen. Er hat sich aber für die Aufgabe entschieden, Ried in neue Zeiten zu führen", sagt Reiter, der weiß, dass Glasner auch auf viel Geld verzichtet.

Angerschmid begrüßt Entscheidung

Ob Gerhard Schweitzer Co-Trainer bleibt, ist offen. Reiter würde es begrüßen, wenn dieser den Scouting-Bereich abdeckt. Assistenz-Trainer Thomas Sageder und Tormann-Trainer Hubert Auer bleiben beim Verein.

Noch-Coach Michael Angerschmid freut sich über die Entscheidung. "Damit weiß ich den Verein in guten Händen, es ist die beste Lösung für den Verein.

Der 40-Jährige kann sich freilich nicht vorstellen, als Co-Trainer zu bleiben. "Dafür ist in den letzten Wochen zu viel vorgefallen, da muss Gras drüber wachsen."

Gartler geht

Rene Gartler wird sich ebenfalls verabschieden, der Innviertler Torjäger vom Dienst hat sich nach Wochen gegen einen Verbleib entschieden.

"Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Ich bin in einem Alter, in dem ich eine neue Herausforderung suchen will. Es gibt Interessenten aus dem In- und Ausland", so der 28-Jährige gegenüber "Sky".

Reiter, dem der Abgang "weh tut", zeigt Verständnis und blickt dennoch optimistisch in die Zukunft.

"Nächste Saison gibt es fünf internationale Startplätze zu vergeben. Dabei wollen wir ein gewichtiges Wort mitreden. Viele Dinge kann man natürlich nicht beeinflussen, aber wir werden einen Kader zusammenstellen, der diese Qualität hat. Wir werden keine großen Namen präsentieren, aber ich kann versprechen, dass wir Spieler holen, die eine ähnlich hohe Qualität wie ein Marco Meilinger, ein Robert Zulj oder ein Daniel Royer haben.“

Am 21. Mai kommt es zur Jahreshauptversammlung, in der neue Statuten, ein gemeinsamer Wahlvorschlag für den neuen Vorstand und die Ausgliederung des Profi-Betriebs in eine Tochter-Gesellschaft des Vereins vorgeschlagen werden.

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