Jauks Arbeitsprogramm

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Das Arbeitsprogramm von Präsident Jauk

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"Teamplayer" Christian Jauk will den SK Sturm in wirtschaftlich rosige Zeiten führen.

Der 46-jährige Bankier wurde am späten Dienstagabend als neuer starker Mann beim Meister vorgestellt.

Der bei den Fans beliebte Jauk versprach, den Klub auf eine breite wirtschaftliche Basis zu stellen. Dazu soll der sportliche Betrieb in eine Kapitalgesellschaft ausgelagert werden.

Als weiteres Ziel steht ein eigenes "Sturm-Stadion" zur Diskussion, die Zukunft von Trainer Franco Foda scheint indes offen.

Kein Stein auf dem anderen

Nach Sturms außerordentlicher Generalversammlung im Brauhaus Puntigam blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Aus dem bisher amtierenden Vorstand sitzt nur Ehrenpräsident Hans Fedl weiter in der Führungsriege.

Neben Fedl und Jauk, der auf der nächsten Vorstandssitzung offiziell zum Nachfolger von Gerald Stockenhuber gekürt wird, werden Holding-Graz-Marketing-Chef Gerhard Goldbrich, Energie-Steiermark-Vorstand Oswin Kois, Porr-Landesdirektor Peter Schaller, Unternehmer Ernst Wustinger und Homepage-Chefredakteur Bernd Kronawetter als Vertreter der Fans die Geschicke von Sturm leiten.

"Wollen Liebenau zu Sturm-Stadion machen"

Die Ziele sind hochgesteckt. Unter der Leitung des SK Sturm wird eine eigene Landesakademie angestrebt. Die Machbarkeit ist aber noch ebenso unsicher wie die Etablierung eines eigenen "Sturm-Stadions".

Dazu soll ein langfristiger Pachtvertrag für die UPC-Arena ausgehandelt werden.

"Wir wollen Liebenau zu einem Sturm-Stadion machen", kündigte der designierte Präsident Jauk in seiner Antrittsrede an.

Nicht erfreut darüber dürfte der GAK sein. Der in der Regionalliga vor dem Aufstieg stehende Lokalrivale trägt seine Heimspiele ebenfalls in der Arena aus.

"Kann Erfolge eines Franco Foda nicht absprechen"

Eine andere Entscheidung personeller Natur ist ebenfalls offen. Coach Franco Foda hatte im Dezember erklärt, seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Nach dem Abgang von Stockenhuber will Jauk aber mit dem Deutschen offenbar noch einmal reden.

"Man kann die Erfolge eines Franco Foda nicht absprechen. Der Vertrag läuft im Sommer aus, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", meinte Jauk.

Fodas Zukunft in Graz scheint wieder offen, obwohl sich Jauk in der Vergangenheit nicht unbedingt als Befürworter des Meistermachers geäußert hatte.

Rätselraten um Palme

Viele Fragen musste der Vorstand in punkto Finanzen beantworten. Diese lesen sich aber nicht unerfreulich.

Laut Klubangaben hat Sturm das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Plus von etwas mehr als 160.000 Euro abgeschlossen, für 2011/12 wird ein Gewinn von 266.000 erwartet.

Für Rätselraten sorgte hingegen die Mitte August eingebrachte Klage des ursprünglich als Geschäftsführer vorgesehen gewesenen Heinz Palme. Palme war laut eigener Angabe zweieinhalb Wochen nach der Einigung mit Sturm über einen Fünf-Jahres-Vertrag, von den Grazern mitgeteilt worden, dass es "interne Probleme" gegeben hätte und die Gespräche nicht fortgesetzt würden.

Der Streit wurde laut Stockenhuber nun außergerichtlich beigelegt. Sturm habe dabei eine "marginale" Summe zahlen müssen.

Verhandlungsbereitschaft in Sponsor-Frage

Nichts wurde es mit der von einer Fan-Initiative angeregten Entfernung von Sponsor Puntigamer aus dem Klub-Logo.

Der Antrag erhielt zwar 193 von 312 abgegebenen Stimmen, was aber nicht das Erreichen der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit bedeutete.

"Ich sehe mehr als 50 Prozent Zustimmung als Arbeitsauftrag für den neuen Vorstand", ließ Jauk Verhandlungsbereitschaft durchblicken.

Der ehemalige Finanzvorstand übte sich auch hier als Teamspieler: Man werde für das Anliegen der Fans eine Lösung finden.

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