Mane, Mane, Mane

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Sadio Mane wechselt für Rekord-Ablöse nach England

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Es hat gedauert, aber am Ende hat es sich ausgezahlt.

Sadio Mane, vor zwei Jahren für vier Millionen Euro vom französischen Zweitliga-Absteiger FC Metz zum FC Red Bull Salzburg gekommen, wechselte am letzten Transfertag für kolportierte 15 Millionen Euro in die Premier League zu Southampton.

Das ist mit Respektabstand neuer Rekord.

Es ist eine neue Bestmarke, was einen Transfer der österreichischen Bundesliga sowie einen von Salzburg in der Red-Bull-Ära betrifft. Beide hielt zuvor Marc Janko, der 2010 für sieben Millionen vom damaligen amtierenden Meister nach Holland zu Twente Enschede wechselte.

Koeman von Mane beeindruckt

Offiziell bleibt die Ablöse für Mane geheim, auch seitens Southamptons. Nun kommt der Linksaußen nach England, wo mit Ronald Koeman ein bekannter Trainer auf ihn wartet.

„Ich habe Sadio vergangenes Jahr spielen gesehen und ich war von seinen Qualitäten beeindruckt“, sagt der 51-Jährige nach Abschluss des Deals.

„Es ist unglaublich, wieviele Tore er von seiner Positon aus gemacht hat. Zudem kann er auch auf verschiedenen spielen“, freut sich der holländische Europameister von 1988 auf seinen Neuzugang, der medizinische Checks erfolgreich absolvierte.

Rangnick präsentierte vor zwei Jahren Mane bei einer Pressekonferenz, unter anderem gemeinsam mit Kevin Kampl und Isaac Vorsah und hielt fest: „Wir haben Neuzugänge geholt, von denen ich mir zu trauen sage, dass sie in ein, zwei Jahren nicht nur in Österreich eine  gute Rolle spielen können, sondern auch in Top-Ligen wie Deutschland oder anderen.“

Die Pläne, die aufgingen

Zudem merkte der 56-Jährige später an, dass es nicht schaden würde, Spieler von Red Bull auch einmal lukrativ zu verkaufen – im Gegensatz zur Vergangenheit, in der das nur bei Janko geschah.

Das ist nun gelungen. In eine große Liga, so wie es sich der Deutsche wünschte.

Denn an Angeboten aus kleineren Ligen als die Premier League mangelte es beim 22-jährigen Senegalesen, der vergangene Saison auch das Interesse von Borussia Dortmund auf sich gezogen haben soll, nicht.

Nun haben sich die Salzburger gleich auch noch ihres Problemboys entledigt.

Der Offensivmann hatte vor dem (Un)Spiel des Jahres in Malmö (0:3) im CL-Playoff-Rückspiel das Training „aus mentalen Gründen“ abgebrochen und damit einen Wechsel angestrebt. Letztlich hat sein Plan funktioniert.

Ob sich Salzburg dahingehend ein Fass aufgemacht hat, also andere Spieler diesem Negativ-Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten. Ein ähnliches Verhalten wäre aber sicherlich bei den meisten eine große Überraschung.

Sich des Problemboys entledigt

Auf der anderen Seite schien es auch unumgänglich, Mane ziehen zu lassen, nachdem in Salzburg keiner mehr auf den Nationalteamspieler gut zu sprechen war.

Rangnick sprach vergangene Woche diesbezüglich von „Explosionsgefahr“.

In 87 Spielen erzielte Mane 45 Tore und legte 32 Treffer auf.

In zwei Jahren österreichische Bundesliga hat er seinen Transfer-Wert fast vervierfacht, sorgte für einen Salzburger Gewinn von elf Millionen Euro. Für Ersatz ist mit Massimo Bruno, Marcel Sabitzer oder Valentino Lazaro intern gesorgt.

Mane wird indes ein „Saint“, so wie sich ein Anhänger von Southampton nennt, ein „Heiliger“.

 

Bernhard Kastler

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