Linz: "Wir verstehen uns gut"

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Elf Tore erzielte die Wiener Austria in den letzten drei Pflichtspielen. Gleich zehn davon gingen auf das Konto von Roland Linz und Nacer Barazite.

Die Rollen sind klar verteilt. Der Niederländer brilliert im Europacup, hat im laufenden Bewerb bereits acht Mal ins Schwarze getroffen. Linz sorgte zuletzt in der Meisterschaft für Furore.

Nach Barazites Sternstunde gegen Laibach mit drei Treffern, folgte im EL-Playoff-Hinspiel gegen Gaz Metan Media die nächste Gala mit zwei Toren.

„Ich bin sehr glücklich über meine acht Treffer.  Es ist schön Tore zu erzielen, aber viel wichtiger ist der Erfolg der Mannschaft“, bleibt der 21-Jährige im Gespräch mit LAOLA1 am Boden.

„Vielleicht holt er Falcao ein“

Der ehemalige Arsenal-Akteur möchte seine unglaubliche Trefferquote am internationalen Parkett nicht überbewerten. „Ich schaue grundsätzlich auf meine Leistung. Wenn ich treffe, ist das ein Bonus.“

"Vielleicht holt er noch Radamal Falcao ein", witzelt hingegen Zlatko Junuzovic. Der Kolumbianer hatte in der vorigen Saison auf dem Weg zum Europa-League-Triumph für den FC Porto mit 17 Toren eine neuen Rekord aufgestellt.

Müssen  die Austria-Fans zittern, dass der Publikumsliebling angesichts seiner Superform den Klub in dieser Transferperiode verlässt?

Daxbacher angetan

„Man kann alle Anhänger beruhigen: Nacer weiß, was er an der Austria hat. Er kann einen riesen Schritt machen und internationale Erfahrungen  sammeln“, schließt AG-Vorstand Markus Kraetschmer einen Wechsel aus.

Trainer Karl Daxbacher ist ob der Form des niederländischen U21-Teamspielers jedenfalls angetan. "Es freut mich für Nacer. In seiner bisherigen Karriere war der Abschluss nicht unbedingt seine Stärke. Er blüht richtig auf. Das gibt ihm einen Schub für sein Selbstvertrauen.“

Selbstvertrauen konnte auch Linz tanken. Der Steirer sorgte jüngst in der Meisterschaft mit einem Viererpack gegen Kapfenberg für Aufsehen.

Keine Spannungen

Gegen Gaz erzielte der Torschützenkönig der abgelaufenen Saison den wichtigen Führungstreffer. Der 30-Jährige weiß, bei wem er sich bedanken muss und lobt die violette Offensivabteilung. „Im Moment funktioniert das sehr gut. Nicht nur "Bara" und ich treffen, sondern auch Tomas Jun. Der ist ebenfalls unheimlich wichtig für unsere Mannschaft"

Die beim Match gegen den KSV aufgekommenen Spannungen zwischen den beiden Top-Goalgettern (Linz schoss den Elfmeter, obwohl Barazite bestimmt war, Anm. d. R.) sind nach einem klärenden Gespräch unter der Woche aus der Welt geschafft.

Gegen die Rumänen konnten keine Diskrepanzen erkannt werden. Nachdem Barazite den 3:1-Endstand fixierte jubelte Austrias Sturmduo gemeinsam.

Tolle Stimmung

„In der Kabine herrscht eine tolle Stimmung. Wir verstehen uns alle gut. Das merkt man auch am Platz“, bestätigt Linz.

Aus diesem Grund kommt auch das Wiener Derby am Sonntag gegen Rapid genau zur rechten Zeit.

„Das Derby ist kein normales Match. Wir alle freuen uns drauf. Es wird im Happel-Stadion bestimmt eine tolle Stimmung herrschen“, versichert der Austria-Kapitän.

„Rapid keine leichte Aufgabe“

Die Doppelbelastung sei laut dem Steirer weder ein Vor- noch ein Nachteil. „Gegen Rapid ist es nie eine einfache Aufgabe, aber sie ist wie immer auch machbar. Wir sind jedenfalls alle sehr positiv gestimmt, dass wir auch am Sonntag als Sieger vom Platz gehen werden.“

Sorgen Linz und Barazite erneut für Festspiele, wird das 298. Duell der beiden Wiener Erzrivalen  ein denkwürdiger violetter Tag…

Martin Wechtl/Harald Prantl

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