"Konnte so nicht weitergehen"

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Kapfenberg trennt sich von Gregoritsch

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15 Spieltage hat es bis zur ersten Trainer-Entlassung gedauert! Und es trifft einen, mit dem man - trotz sportlicher Talfahrt - nicht rechnen musste.

Aber der Kapfenberger SV trennt sich mit sofortiger Wirkung von Werner Gregoritsch und zieht damit die Konsequenzen aus der enttäuschenden Tabellen-Situation.

Mit nur neun Punkten aus den 15 Runden und zuletzt sechs Spielen ohne Sieg liegen die Obersteirer mit vier Punkten Rückstand auf den SV Mattersburg an letzter Stelle.

Entscheidung in der Nacht

Am Montagabend trafen der nunmehrige Ex-Trainer und KSV-Präsident Erwin Fuchs zu einem klärenden Gespräch zusammen, das bis tief in die Nacht andauerte.

Am Ende kam man "in einem guten Gespräch" zu dem Entschluss, das Verhältnis "ordentlich" zu beenden, wie Fuchs im Gespräch mit LAOLA1 betont.

"Wir sind uns einig geworden, dass es so nicht weitergehen kann. Deshalb haben wir diesen Entschluss in beiderseitigem Einvernehmen gefasst", so ein im Telefonat schwer gezeichneter KSV-Präsident.

"Habe gehofft, dass die Richtung stimmt"

Die Entscheidung, sagt Fuchs, sei ihm emotional nicht leicht gefallen, denn: "Werner Gregoritsch hat den Kapfenberger SV geprägt, wir sind mit ihm in die Bundesliga aufgestiegen. Das war persönlich und auch von Vereinsseite ganz, ganz schwer."

Aber, schickt der Unternehmer nach, es war notwendig diesen Schritt zu setzen: "Wir hatten zwei Möglichkeiten: Nichts tun und hoffen, dass es gut geht. Oder eine Entscheidung treffen. Und das haben wir getan."

Obwohl Gregoritsch die Mannschaft trotz Abstiegskampfs und anhaltender Erfolgslosigkeit noch erreicht hat.

"Ich denke schon, dass die Chemie nach wie vor gestimmt hat. Aber das letzte Spiel war leider wieder sehr schlecht, nachdem es in den drei Spielen davor in Ordnung war. Da haben wir gehoffft, dass es in die richtige Richtung geht, aber dem war scheinbar nicht so."

Neuer Trainer Anfang nächster Woche

In der Kurzfristigkeit gibt es keinen "Plan B", also einen Nachfolger, den Fuchs aus dem Hut zaubern kann.

Am Wochenende im Auswärtsspiel gegen Salzburg werden der bisherige Co-Trainer Manfred Unger und Akademie-Trainer Milan Zurman die Mannschaft betreuen.

Spätestens Anfang nächster Woche soll dann der neue Trainer präsentiert werden: "Bis dahin muss das erledigt sein!"

Werner Gregoritsch, dessen Vertrag noch bis Saisonende gelaufen wäre, übernahm die "Falken" im Jahr 2006 und führte den Verein zwei Jahre später erstmals seit 41 Jahren in die Bundesliga.

Vorerst war der 53-Jährige nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Stephan Schwabl

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