Kommt Beichler, wenn Bodul geht?

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Daniel Beichler ist auf Klubsuche. Wieder einmal.

Doch dieses Mal ist es anders, denn der ÖFB-Legionär will Hertha BSC Berlin endgültig verlassen. Nicht nur auf Leihbasis, wie zuvor drei Mal (St. Gallen, MSV Duisburg, SV Ried) in zweieinhalb Jahren.

Wie zu Beginn seines schwer gescheiterten Engagements bei den Hauptstädtern – nur ein (!) Einsatz in der Kampfmannschaft seit dem Wechsel im Sommer 2010 – konnte sich Beichler wieder nicht durchsetzen. Damals war es Trainer Markus Babbel, dieses Mal setzt Jos Luhukay nicht auf ihn.

Ist der Berater das Zünglein an der Waage?

Ins Trainingslager nach Belek flog der Offensivspieler nicht mit, einen neuen Verein könne sich der 24-Jährige suchen. Und das tut der Steirer mit seinem Berater Max Hagmayr. Eine Rückkehr steht im Raum.

Eine Rückkehr zu Sturm, von wo Beichler nach Deutschland wechselte. „Es hat ein Gespräch mit Ayhan Tumani (Sport-Geschäftsführer Sturm) gegeben“, erklärt Hagmayr im Gespräch mit LAOLA1.

Konkret ist dahingehend noch nichts, es wird abgewartet. Auch andere Möglichkeiten werden in Betracht gezogen. „Wir werden sehen, was sich realisieren lässt“, so der Berater, der das Zünglein an der Waage sein könnte.

Absage für Lech Posen

Denn in Graz wird spekuliert, dass Beichler bei einem Abgang Darko Boduls in Graz landen könnte. Und Hagmayr ist auch Berater des Stürmers, der offenbar keine große Rolle mehr bei den „Blackies“ spielt. Seit dem 0:3 bei Rapid, am 18. August, stand der 24-Jährige in der Liga nie mehr in der Startelf.

„Er möchte spielen, wenn das nicht möglich ist, muss man sich umschauen“, hält Hagmayr fest und bestätigt das Ablehnen eines Angebots aus Polen: „Er hat Lech Posen abgesagt.“

Nun wird sich weiter umgesehen, unter anderem soll der japanische Klub Urawa Red Diamonds, wo Ex-Sturm-Coach Mischa Petrovic trainiert, ein Thema sein. Hagmayr hält sich bedeckt.

Auch in der Frage, ob das Beichler-Bodul-Szenario der Realität entspricht: „Da bin ich der falsche Ansprechpartner.“

Ried wird es nicht

Klar ist: Beun Tage verbleiben, um in beiden Fällen eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Beichler muss nicht zwingend nach Graz, wenn ein anderes Angebot passt, ist es auch recht.

Eine Rückkehr zum Ex-Leihpartner Ried wird es nicht geben, bei den Innviertlern hat man keinen Platz (Hier zur Meldung). Die nächsten Tage werden weisen, wohin es Beichler und Bodul zieht.

Die nächsten Tage werden auch weisen, wohin ein anderer Mandant Hagmayrs geht: Stipe Vucur. Weil der FC Lustenau dringend Geld benötigt (Hier zur Meldung), liegt es auf der Hand, dass der mit sechs Treffern torgefährlichste Abwehrspieler der Ersten Liga noch diesen Winter abwandert.

Vucur-Transfer scheiterte bislang

Bei einem Vertrag bis Sommer 2014 ist finanziell etwas drinnen.

Das Problem liegt nicht an den fehlenden Interessenten – es sollen zwei, drei Oberhaus-Klubs am Innenverteidiger dran (gewesen) sein – mehr an FCL-Boss Dieter Sperger, der offenbar noch etwas (zu hoch) pokert.

„Bislang ist es immer an der Transfersumme gescheitert“, hält Hagmayr fest und warnt: „Die Klubs schauen sich dann irgendwann anderweitig um.“

Noch sind es neun Tage bis das Transferfenster schließt. Für alle Beteiligten.

 

Bernhard Kastler

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