Katzer bekommt Vorzug gegenüber Schrammel

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Noch ein Tag bis zur 301. Ausgabe des Wiener Derbys.

Vor einem solchen Spiel werden unter den Fans naturgemäß viele Fragen diskutiert. Etwa die klassischen: Wer gewinnt? Wer ist die echte Nummer 1 Wiens? Wer hat die besseren Fans?

Es wird aber auch tiefer in die Materie eingedrungen: Wer wird spielen? Sowohl bei Gastgeber Austria, als auch beiu Rapid waren und sind dahingehend noch dringliche Antworten offen.

Katzer spielt fix

Bei den Hütteldorfern ging es vor allem darum, ob Kapitän, Regisseur und Leader Steffen Hofmann ob seines Muskelfaserrisses doch noch spielen kann.

Die Antwort lautet: „Ja, ein Einsatz ist sicher möglich. Es geht aber ums ‚Wie‘“, erklärt Trainer Peter Schöttel, der sich noch nicht sicher ist, ob Hofmann von Beginn an auflaufen wird.

Bei einem ist das nach Verletzungspause bereits fix: Markus Katzer kehrt nach zwei Spielen Pause – wie übrigens auch Michael Schimpelsberger nach vier – in die Startelf zurück.

Thomas Schrammel spielte während Katzers Pause seine ersten beiden Bundesliga-Partien nach 200 Tagen – ein Kreuzbandriss setzte ihn mehr als sechs Monate außer Gefecht.

In Folge dessen kam Katzer wieder zum Zug, der seinen jahrelangen Stammplatz – den er mitunter auch ob der mangelnden Konkurrenz innehatte – an den sommerlichen Rückkehrer aus Ried verlor.

Und Katzer nutzte seine Chance.

„Im vergangenen halben Jahr hat er Schrammel ersetzt und Top-Leistungen gebracht“, attestiert ihm das auch Schöttel.

Schöttel lobt Katzer in höchsten Tönen

Der Rapid-Trainer hat mit der Verpflichtung des ehemaligen Rieders den Druck auf Katzer erhöht – und das zahlte sich aus – auch wenn letztlich Schrammels Verletzung entscheidend war.

Allgemein ist Schöttel aber auch ein Sympathisant des 32-Jährigen.

„Markus ist mit die größte Persönlichkeit, die ich in der Mannschaft habe“, hält der Coach fest.

„Es sind ja doch viele junge Burschen dabei, die teilweise sehr kindlich sind. Er ist ein gestandener Mann und hat schon etwas erlebt – Hochs wie Tiefs. Er wurde bereits mehrmals abgeschrieben, hat aber eine tolle Saison gespielt. Das macht mir eine Riesenfreude, wie er sich entwickelt hat. Neben Steffen Hofmann ist er mein zweiter Ansprechpartner, wenn es mit den Spielern Gespräche gibt.“

Was am Anfang der Saison wie eine klare Sache für Schrammel ausgesehen hat, ist nun ein Duell auf Augenhöhe.

Schrammel selbst meinte noch nach dem 2:1-Sieg gegen Neustadt: „Ich denke, ich habe den Ausfall von Mecky Katzer gut kompensieren können. Ich fühle mich sehr gut, körperlich habe ich überhaupt keine Probleme. Der Trainer muss entscheiden, wer spielt.“

Das hat er getan. Und nun heißt es für Schrammel, was es für Katzer geheißen hat: Zurückzuschlagen. Dieses spannende grün-weiße Duell findet sicherlich eine Fortsetzung.

 

Bernhard Kastler

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