Entscheidung pro Red Bull

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Kevin Kampls Entscheidung pro Red Bull

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Die Würfel scheinen gefallen - endlich.

Die Posse um die Zukunft von Salzburg-Star Kevin Kampl nimmt ein Ende - und zwar ein gutes für den Double-Sieger der vergangenen Saison.

Der 23-Jährige wird den Klub nicht per Ausstiegsklausel verlassen. Ganz im Gegenteil, Kampl bleibt und wird sogar seinen Vertrag bis 2019 verlängern.

Neuer Vertrag statt Abgang

Das berichtet die Salzburger "Krone". Am Freitag wird es bei der bereits angekündigten Pressekonferenz im Trainingslager zu Schladming offiziell.

"Wir sind so weit klar und haben es mit Ralf Rangnick und Red Bull so abgesprochen, dass am Freitag Kevin alles dazu sagen wird", will Kampl-Berater Michael Ruhnau bei LAOLA1 nichts Näheres kommentieren.

So hatte sich der Deutsche vergangene Woche doch versprochen, als er nähere Infos erst geben wolle, "wenn alles unterschrieben ist". Kampl unterschrieb nicht woanders, sondern beim eigenen Verein - wieder.

Neuer Deal statt große Liga

Es konnte ein neuer lukrativer Deal ausgehandelt werden, nachdem vergangene Saison bereits der Kontrakt bis 2018 verlängert wurde.

Kampl hätte nun auch für eine kolportierte, festgesetzte Ablösesumme im niedrigen zweistelligen Millionenbereich wechseln können. Ob der Nachfrage wäre das freilich auch möglich gewesen.

Unter anderem hießen die Interessenten Fenerbahce, Galatasaray, Liverpool oder Leverkusen.

Während Fener sich schon länger stark um den Offensivmann kümmerte, war etwa eine Rückkehr zu Bayer nicht wirklich ein Thema.

Pro Red Bull

Einen bei sich ausgebildeten Spieler für teures Geld zurückzuholen, das hätten wohl nur wenige rund um die Werkself verstanden - auch wenn Trainer Roger Schmidt nun das Zepter dort in Händen hält.

Kampls Entscheidung ist eine pro Red Bull. "Ich weiß, was ich hier habe", betonte der Slowene im Frühjahr immer wieder.

Und es wäre keine Überraschung wenn der neue, aufgebesserte Vertrag auch später einmal nach Leipzig führen würde, wenn der Aufstieg in die deutsche Bundesliga erst einmal geschafft ist. Muss es aber nicht.

Ziel bleibt Top-Liga

Kampl wiegelte vergangene Woche im LAOLA1-Gespräch ab: "Man kann nicht ausgehen, dass sie sofort den Aufstieg schaffen. Ich lebe in der Gegenwart und schaue was jetzt ist und nicht nächstes Jahr, deswegen habe ich mich damit nicht so beschäftigt.“

Beschäftigt hat sich Kampl aber freilich immer wieder mit den Top-Ligen Europas. "Ich habe auch noch Träume und bin auch nicht mehr ganz jung", ließ der Teamspieler im Frühjahr öfters wissen.

Offenbar konnte Kampl aber von einem weiteren Verbleib überzeugt werden, eine Ausstiegsklausel wird sich wohl auch im neuen Kontrakt wiederfinden.

Gegenwart heißt Salzburg

Die Gegenwart heißt jetzt einmal weiterhin Red Bull Salzburg. Mit Neo-Trainer Adi Hütter, der stets von einem Verbleib ausging, soll endlich der Sprung in die Champions League gelingen.

Wenn es im Meister-Weg überraschend nicht klappt, würde es etwa nach dem Playoff-Rückspiel am 27. August noch einmal richtig interessant werden - was den ganzen Salzburg-Kader und das Schließen des Transferfensters wenige Tage später betrifft.

Sollte die Champions League Realität werden und Kampl auch in der Königsklasse so überzeugen wie vergangene Saison, dann ist sein Weg in eine Top-Liga kommenden Sommer aber unumgänglich.

Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.

 

Bernhard Kastler

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