Kainz: "Es war natürlich eine unangenehme Situation"

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Durch und durch Schwarz-Weiß könnte man nach 14 Jahren bei Sturm Graz glauben.

Doch plötzlich wechselte Florian Kainz zu Rapid, läuft in Zukunft in Grün-Weiß auf und hakt das Kapitel bei den „Blackies“ endgültig ab.

„Das ist für mich jetzt abgeschlossen. Ich war 14 Jahre bei Sturm und habe dort eine schöne Zeit gehabt. Aber jetzt konzentriere ich mich ganz auf Rapid“, gesteht der 21-Jährige im Gespräch mit LAOLA1.

Wehmut spielte beim Verlassen seines Stammklubs keine große Rolle. Viel mehr er froh, dass endlich alles unter Dach und Fach ist.

Transfer-Verwirrung mit Happy End

„Es war natürlich eine unangenehme Situation, weil noch nicht alles geklärt war“, erinnert sich Kainz an das Hin- und Her in der Transferposse um seine Person.

„Rechtliche und wirtschaftliche Gegebenheiten, die aus Sturm-Sicht nicht zu akzeptieren gewesen seien“ zögerten die Vollzugsmeldung laut Sturms General-Manager Gerhard Goldbrich hinaus.

Umso überraschender war es, als diese nur wenige Stunden später aus der Welt geschafft waren und sich Kainz offiziell Rapidler nennen durfte.

Alles in allem ging die Abwicklung aus seiner Sicht jedoch relativ zügig vonstatten. „Es ist relativ schnell über die Bühne gegangen.“

„Einige Highlights, aber auch Tiefschläge“

Angesprochen auf die verzwickte Lage bei seinem ehemaligen Arbeitgeber gibt sich der ÖFB-U21-Teamspieler kleinlaut.

„Es hat schon einige Highlights wie den Meistertitel oder die Europa League, aber auch Tiefpunkte gegeben“, ist Kainz zwiegespalten, wünscht seinen Ex-Kollegen jedoch, dass sie zurück in die Spur finden.

Fakt ist, dass er in Zukunft mit Rapid Highlights erleben will. Im neuen Umfeld wurde der Mittelfeldspieler gut aufgenommen, einige Spieler kannte er bereits aus Nachwuchs-Nationalteams sowie von Sturm.

Vor seinem möglichen Debüt am Samstag in der Südstadt gegen die Admira lässt Kainz mit Kampfansagen aufhorchen.

Sonnleitner hat es Kainz vorgemacht

„Jetzt werde ich ein Grün-Weißer und konzentriere mich zu hundert Prozent darauf, meine Leistung zu bringen. Ich reiße mir für Rapid den Arsch auf.“

Mit Robert Beric trifft er auf einen alten Bekannten, mit dem schon zuletzt in der Murstadt zusammenspielte.

Abwehrchef Mario Sonnleitner dient als positives Beispiel. Auch er riss sich damals nach vielen Jahren von den „Blackies“ los und trumpft seit Jahren bei Rapid auf.

„Er ist schon davor vom GAK zu Sturm gekommen, was auch nicht einfach war. Er hat das immer gut gemacht und bringt seit Jahren seine Leistungen“, erklärt Kainz.

Zuerst Stammplatz, dann Erfolge und Titel

Sein Ziel ist es, sich so schnell wie möglich in das Team von Trainer Zoran Barisic hineinzuspielen und das Vertrauen in seine Person zurückzuzahlen.

„Ich will natürlich einen Stammplatz und mit Rapid einiges erreichen. Am besten in die Europa League kommen, in der Meisterschaft so weit wie möglich oben stehen und sich lange im Cup halten.“

Den missglückten Start gegen Salzburg hat Kainz natürlich mitbekommen, seiner Meinung nach soll es nun aber stetig bergauf gehen. Dem Sieg gegen Ried soll einer bei der Admira folgen.

„Die Mannschaft ist hungrig, die Mannschaft ist jung. Wir werden alles dafür geben.“ Das schwarz-weiße Blut scheint sich immer mehr in grün-weiß zu färben.


Alexander Karper / Claus Schlamadinger

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