Jauk zum neuen Sturm-Präsidenten gewählt

Aufmacherbild
 

Meister Sturm Graz hat einen neuen starken Mann.

Wie erwartet ist bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Brauhaus Puntigam die Liste von Christian Jauk mit klarer Mehrheit gewählt worden.

Der frühere Finanzvorstand (2007 bis 2010) tritt damit die Nachfolge des zurückgetretenen Gerald Stockenhuber an.

Formell zum Präsidenten gekürt wird der 46-Jährige demnächst in der ersten Vorstandssitzung.

Vorstand neu aufgestellt

"Mein Ziel ist es, den Verein auf eine noch breitere wirtschaftliche Basis zu stellen", erklärte Jauk, der sich selbst als "Teamplayer" charakterisierte.

Sein Team, sprich die Führungsriege, wurde komplett neu aufgestellt. Vom alten Vorstand bleibt nur Ehrenpräsident Hans Fedl an Bord. Neben Jauk ziehen Gerhard Goldbrich, Oswin Kois, Bernhard Kronawetter, Peter Schaller und Ernst Wustinger neu in den Vorstand ein.

Ein durchaus namhaftes Gremium, das großteils aus der Wirtschaftsszene rekrutiert wurde.

Kois ist Vorstand der Energie Steiermark AG, der Unternehmer Wustinger fungierte als Vorstand von Pankl Racing Systems, Schaller ist Landesdirektor beim Baukonzern Porr, Ex-Sturm-Kicker Goldbrich ist Marketingchef bei der Holding Graz. Bernd Kronawetter gehört dem Vorstand als Vertreter der Fans an.

Offene Baustellen

Auf Jauk und Co. kommen jede Menge offene Baustellen zu. Einerseits auf sportlicher Ebene, wo die Zukunft von Trainer Franco Foda in den Sternen steht.

Der Meistermacher hatte im Dezember die Verhandlungen bezüglich einer Vertragsverlängerung für gescheitert erklärt, zuletzt jedoch wieder Interesse am Verbleib in Graz durchklingen lassen. Jauk gilt jedoch nicht gerade als Freund des Deutschen.

Andererseits gilt es auf vereinspolitischer Ebene jede Menge heiße Eisen abzuarbeiten, die während der Ägide von Stockenhuber liegen geblieben sind.

Dazu gehörte die angedachte Umwandlung in eine AG. Als Vorbote dafür wurde auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben, dass der Profibetrieb in eine Kapitalgesellschaft ausgelagert wird.

Initiative "Freiheit für Sturm" scheitert

Diese GmbH wird von einem Aufsichtsrat kontrolliert, dem Ex-Präsident und Bundesliga-Boss Hans Rinner, Friedrich Santner (Geschäftsführer der Anton Paar GmbH), der bisherige Vorstand Günter Niederl und der Nationalratsabgeordnete Josef Muchitsch angehören.

Bezüglich des eigentlichen Grunds für die Mitgliederversammlung, dem Antrag der Initiative "Freiheit für Sturm", Hauptsponsor Puntigamer aus Vereinsnamen und -logo zu verbannen, gab es ein knappe Entscheidung.

Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit wurde nicht erreicht. 193 von 312 Mitgliedern stimmten jedoch zu.

"Wir müssen nach diesem Votum eine Lösung finden und dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen. ich sehe mehr als 50 Prozent Zustimmung als Arbeitsauftrag für den neuen Vorstand", erklärte Jauk. Dieses Thema wird den Klub also weiter beschäftigen.

Außergerichtliche Einigung mit Palme

Vom Tisch ist indes die Causa Heinz Palme, mit dem sich die Grazer außergerichtlich auf einen Vergleich einigten.

Es habe zwar keinen Vertrag gegeben: "Aber wir wollten nicht vor Gericht ziehen. Ein Restrisiko wäre in einem Prozess geblieben", erklärt Stockenhuber in der "Kleinen Zeitung".

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen