Admiras "Sakko" passt nicht mehr

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"In den nächsten drei Wochen wird es passieren"

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Das „Sakko“ passt nicht mehr.

Issiaka Ouedraogo steht vor dem Abgang von der Admira.

„Er hat noch ein Jahr Vertrag bei der Admira und kommt nicht zum Einsatz. Er würde gerne den Klub wechseln, es gibt einige Interessenten. Wenn es mit der Admira zu einer Einigung kommt, wird er wechseln“, bestätigt sein Berater Nick Neururer bei LAOLA1.

„Kein Stress, ihn loszuwerden“

Bei der Admira sitzt der 26-Jährige aktuell nicht einmal auf der Bank, zu stark ist die interne Konkurrenz.

Dominik Starkl überzeugte bislang ebenso wie Toni Vastic. Beim 3:2-Sieg in Grödig durfte Lukas Grozurek von Beginn an als Spitze ran, gegen Mattersburg (2:1) war es Christoph Knasmüllner. Ouedraogo kam lediglich in der ersten Runde beim Auswärtsduell mit Sturm Graz zu einem Kurzeinsatz.

„Spieler auf seiner Position haben getroffen und überzeugt. Sakko ist weiterhin mit voller Leidenschaft beim Training dabei und geht professionell mit der Situation um. Wenn er bleibt, wird er seine Chance bekommen“, macht Trainer Oliver Lederer dem Mann aus Burkina Faso im Gespräch mit LAOLA1 etwas Hoffnung. „Er ist ein sehr wichtiger Spieler. Wir haben keinen Stress, ihn loszuwerden.“

Lob von Lederer

Auch trotz der schwierigen Situation verhalte sich „Sakko“, wie er liebevoll genannt wird, wie ein Vollprofi: „Im Augenblick ist die Situation für einen Spieler wie ihn nicht befriedigend. Er ist ein Teamspieler und hat für den Verein viel geleistet. Das muss man ihm hoch anrechnen. Charakterlich ist er einer der stärksten Spieler, die ich jemals kennenlernen durfte.“

Schwierigkeiten mit der Admira gibt es laut Neururer tatsächlich keine: „Es geht von ihm aus. Er will spielen. Er gibt alles, es hat nie ein Problem gegeben. Natürlich ist er nicht glücklich, wenn er nicht spielen kann. Er weiß, dass er noch Vertrag hat. Beide Seiten versuchen, eine Lösung zu finden.“

„Vielleicht ist ein Wechsel für ihn eine gute Sache, ein Tapetenwechsel kann ihm gut tun. Wir sind aber auch von ihm überzeugt“, erklärt der Admira-Coach.

St. Pölten zeigt Interesse

Laut LAOLA1-Informationen zeigt der SKN St. Pölten reges Interesse am Stürmer. Sollte Ouedraogo tatsächlich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt landen, wäre der Weg für Daniel Segovia zu NEC Breda frei.

„Es gibt sehr viele Gerüchte. St. Pölten wirbt intensiv um ihn. Er ist nicht grundsätzlich abgeneigt, will sich diesen Schritt aber gut überlegen. Das muss man verstehen. Wir machen ihm keinen Druck“, zeigt Lederer Verständnis, dass sich der langjährige Admiraner nicht von heute auf morgen entscheiden will.

Die Frage ist, welche anderen Optionen der seit kurzem mit einer österreichischen Staatsbürgerschaft ausgestattete Offensiv-Mann tatsächlich hat. Sein Berater schließt einen Wechsel zu den „Wölfen“ nicht aus, bestätigt aber, dass sein Schützling etwas mehr Zeit braucht.

„St. Pölten ist eine von mehreren Möglichkeiten“, lässt Neururer Raum für Spekulationen offen. Lederer sieht dies etwas anders: „Es gibt immer wieder Interessenten, St. Pölten ist der einzig konkrete.“

Wechsel zur Austria scheiterte

Einer jener Interessenten soll im Sommer auch die Wiener Austria gewesen sein. Neururer will dies nicht bestätigen, verneinen kann und will er das Gerücht aber auch nicht: „Es gab diverse Interessenten, auch sehr namhafte.“

Für den Spielerberater steht jedoch fest: „Bis 31. August sind drei Wochen Zeit. In diesen drei Wochen wird es passieren. Je früher, desto besser. Drei Tage später ist es aber genauso gut, wie drei Tage früher. Es geht darum, die richtige Entscheidung zu finden und für alle Seiten eine passende Lösung zu finden.“

Steine wird ihm die Admira laut Lederer keine in den Weg legen: „Wenn er wechselwillig ist, legen wir ihm nichts in den Weg. Das haben wir nie gemacht und werden wir nicht machen.“ Auch die Tatsache, dass er sich im letzten Vertragsjahr befindet und einer der Top-Verdiener sein soll, darf nicht außer Acht gelassen werden. So würden die Südstädter bereits jetzt eine ganze Saison lang seinen Lohn sparen.

Für welches Team Ouedraogo ab 31. August aufläuft, steht noch in den Sternen. Die Admira dürfte es aber nicht sein.

Update: Laut LAOLA1-Information liegt die Zukunft von Ouedraogo weiter in der Bundesliga. Der Stürmer soll kurz vor einem Wechsel zum WAC stehen und dorgt unter seinem Ex-Trainer Didi Kühbauer den verletzten Trdina ersetzen.

 

Matthias Nemetz

Saison Spiele Tore Assists Scorerpunkte
11/12 25 6 4 10
12/13 25 7 6 13
13/14 28 4 1 5
14/15 34 2 6 8
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