Hyballa bleibt Trainer von Sturm Graz

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Ein „Krisengipfel“, dessen Ergebnisse schon 19 Minuten nach Sitzungsbeginn öffentlich nachzulesen sind.

Der SK Sturm Graz durchlebt seit der Amtsübernahme von Präsident Christian Jauk turbulente Zeiten, seit Mittwochabend ist die Ansammlung an Anekdoten um eine Episode reicher.

"Kleine Zeitung" schießt Sitzung ab

Um 20:30 Uhr traf sich die Führungsriege der „Blackies“, um über die Zukunft des ins Schussfeld der Kritik geratenen Duos Peter Hyballa und Ayhan Tumani zu entscheiden.

Bereits um 20:49 Uhr durften die Teilnehmer dieser Sitzung auf der Homepage der „Kleinen Zeitung“ das Ergebnis ihrer „bis weit nach Mitternacht“ dauernden Beratungen und die Entscheidung nach einer „gut eine Stunde langen Einschätzung zur Lage der schwarz-weißen Nation“ von Generalmanager Gerhard Goldbrich lesen.

Hyballa bleibt

Geht nicht? Gibt’s nicht? Doch! Das geht, wenn ein Mitarbeiter der steirischen Lokalzeitung den vorgeschriebenen Artikel versehentlich zu früh publiziert. Nach rund einer halben Stunde wurde selbiger wieder von der Seite genommen. Zu spät, er hatte längst seinen Weg in diverse Foren gefunden.

Inhalt des Artikels? Hyballa bleibt Trainer der Grazer – unter Auflagen.

Am Donnerstagvormittag bestätigte Sturm schließlich, dass der Deutsche im Amt bleibt.

„Halten an Hyballa fest“

„Das Resultat kann in der Botschaft zusammengefasst werden: Das Präsidium und die Geschäftsführung halten an Trainer Peter Hyballa fest“, heißt es in einer Aussendung des Vereins.

Ob diese Entscheidung bereits vor dem „Krisen-Gipfel“ getroffen wurde, wie der Artikel in der „Kleinen Zeitung“ vermuten lässt, oder das Resultat der Beratungen von Aufsichtsrat und Präsidium ist, lässt Raum für Spekulation offen.

Wie geht es mit Tumani weiter?

Ebenso die Zukunft von Tumani. In der Presseaussendung des Vereins findet der Deutsch-Türke, der sich offiziell nach wie vor im Krankenstand befindet, keine namentliche Erwähnung.

Laut Informationen des steirischen Radiosenders „Soundportal“ behält der 41-Jährige sein Amt als Geschäftsführer Sport. Die „Kleine Zeitung“ mutmaßt indes, dass sein Abgang bevorsteht:

„Tumani soll bei einigen Vorstandsmitgliedern Kredit verspielt haben. Muss er seinen Posten und sein Zimmer in einem Grazer Hotel räumen, wäre zumindest für den Rest der Saison gleich ein Nachfolger da: Generalmanager Gerhard Goldbrich könnte auch die sportlichen Agenden Tumanis erben.“

Trennung wäre teuer geworden

Hyballa und Tumani waren nicht nur wegen des jüngsten Negativtrends auf sportlicher Ebene - Sturm ist im Frühjahr noch sieglos - in die Kritik geraten. Dem Duo wird auch immer wieder die Mitschuld an atmosphörischen Störungen innerhalb des Klubs gegeben.

Fakt ist, dass eine Trennung von den beiden Verantwortlichen für den sportlichen Bereich keine billige Angelegenheit gewesen wäre. Laut Recherchen von "Sturm12" hätte eine Auflösung der beiden Verträge in etwa 500.000 Euro gekostet.

Beide stehen bis 2014 bei den finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Grazern unter Vertrag.

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