Drei Ex-Grödiger in der CL?

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Vom Abstiegskampf in die Champions-League-Quali

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Im Fußball geht bekanntlich alles schnell.

Im einen Moment spielt man noch mit Grödig gegen den Abstieg, im nächsten steht man beim Rekordmeister unter Vertrag und kämpft um die Champions League.

So geht es Philipp Huspek, Stefan Nutz und Tomi aktuell. Das Trio wechselte im Sommer ablösefrei von Grödig zu Rapid.

"Das Angebot kam überraschend. Mit 30 Jahren ist es nicht einfach, zu so einem großen Verein zu wechseln. Ich habe aber hart für diese Chance gearbeitet. Mir war sofort klar, dass ich zusage. Wenn Rapid kommt, musst du ja sagen", ist Tomi bereits kurz nach der ersten Trainingseinheit Feuer und Flamme für seinen neuen Verein.

"An Qualität dazugewonnen"

Dass es in der Kabine ob der vielen Neuzugängen bei nur einem Abgang (Dominik Starkl zur Admira) eng wird, bestätigt Steffen Hofmann scherzhaft: "Wir haben kaum noch Platz, jetzt darf keiner mehr dazu kommen."

Trainer Zoran Barisic zeigt sich begeistert von den Neuen. "Jeder hat seine eigenen Stärken, die sehr wichtig für uns sein können und werden", so der Coach.

"Insgesamt haben wir an Qualität dazugewonnen. Ich mache ihnen keinen Druck. Im Gegenteil, sie bekommen genug Zeit, um sich zu integrieren. Sie machen unsere Mannschaft besser."

LAOLA1 hat mit allen drei Spielern über die Gründe für den Wechsel, die Ziele, das neue Stadion und Ex-Klub Grödig gesprichen.

Warum einer denkt, es müsse der Anspruch der Hütteldorfer sein, um jeden Titel mitzuspielen, der andere sich erst einmal an die Stadt und die Mannschaft gewöhnen will und dem dritten die Spielphilosophie entgegenkommt:

STEFAN NUTZ

Warum Rapid:

Das Gesamtpaket war bei Rapid für mich persönlich am besten. Vor allem, was die Spielphilosophie angeht. Es wird immer versucht, die Situationen spielerisch zu lösen, das kommt mir entgegen.

Persönliche Ziele:

Langfristig gesehen ist es sicherlich das Ziel, Stammspieler zu werden. Das muss für jeden Spieler das Ziel sein. Es klingt zwar abgedroschen, die Integration ist aber enorm wichtig. Alles muss zur Normalität werden, dass die Leistung funktionieren kann. Es ist doch eine andere Stadt und ein anderer Verein.

Ziele mit der Mannschaft:

Es wird darauf hinauslaufen, dass wir oben mitspielen. Ich hoffe, dass wir Salzburg ärgern können. Jeder Spieler hat Ziele, die er sich setzt. Mir geht es darum, dass ich fußballerisch und menschlich besser werde. Je besser die Mitspieler sind, umso leichter und schneller geht das.

Das neue Stadion:

Das Stadion ist ein unglaubliches Bauprojekt. Ich freue mich schon riesig, wenn ich hier spielen darf. Es herrscht eine Aufbruchsstimmung im Klub. Die Mannschaft spielt toll, der Verein tut alles, dass es den Fans gut geht. Die Anhänger waren sowieso immer top. Das macht Rapid für mich zum besten Klub in Österreich.

Ex-Team Grödig:

Ich weiß es nicht. Ich bekomme nicht mehr so viel mit, der neue Trainer ist aber sicher gut. Ich hoffe, dass er die jungen Spieler gut entwickeln kann. Wenn er das nicht schafft, wird Grödig nur hinten mitspielen. Ich habe noch einige Freunde dort und hoffe, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden.

TOMI

Warum Rapid:

Das Angebot kam überraschend. Mit 30 Jahren ist es nicht einfach, zu so einem großen Verein zu wechseln. Ich habe aber hart für diese Chance gearbeitet. Mir war sofort klar, dass ich zusage. Wenn Rapid kommt, musst du ja sagen. Jetzt bin ich hier und versuche, mich schnell zu integrieren. Ich will arbeiten und dem Team helfen.

Persönliche Ziele:

Ich will jeden Tag trainieren und hart arbeiten, dann entscheidet der Trainer. Ich muss alles geben. Die Position ist mir eigentlich egal, als hängende Spitze bekomme ich mehr Bälle, deswegen spiele ich das vielleicht noch etwas lieber. Aber auch ganz vorne fühle ich mich wohl.

Ziele mit der Mannschaft:

Der Meistertitel ist möglich, warum auch nicht? Wir sind Rapid, das ist ein großer Verein! Wir kämpfen um jeden Titel, das muss unser Anspruch sein.

Das Allianz Stadion:

Das neue Stadion wird ein Wahnsinn. Aber auch in dieser Saison wird es toll. Immer vor 15.000 Zusehern oder mehr zu spielen, wird eine unglaubliche Erfahrung für mich sein.

Ex-Team Grödig:

Ich glaube, es wird schwer. Viele Spieler sind weg, einige davon waren sehr wichtig. Dennoch muss man vor ihnen aufpassen. Ich weiß nicht warum, aber sie sind immer gefährlich.

 

Matthias Nemetz

PHILIPP HUSPEK

Warum Rapid:

Ich habe mich vor einem Jahr sicherlich nicht gegen Rapid entschieden. Ich wollte mich einfach noch ein Jahr in Grödig weiterentwickeln. Ich wusste, dass ich nach der Saison den nächsten Schritt machen will, es freut mich, dass es mit Rapid geklappt hat. Es ist riesiges Potenzial im Verein, die Mannschaft hat sich unglaublich entwickelt, das habe ich gesehen. Rapid muss für jeden Fußballer ein großes Ziel und ein Traum sein. Dazu kommen die Champions League und das neue Stadion.

Persönliche Ziele:

Ich will spielen, das ist selbstverständlich. Die Integration ist aber sehr wichtig, um schnell anzukommen. Ich werde einfach mein Bestes geben und zeigen, was ich kann, den Rest muss der Trainer entscheiden.

Ziele mit der Mannschaft:

Die Zielsetzung wird erst innerhalb der Mannschaft besprochen. Es ist außerdem noch zu früh, um dazu etwas zu sagen. Rapid hat in den letzten Jahren eine extreme Entwicklung gemacht und völlig verdient den zweiten Platz geholt. Man wird sehen, was heuer möglich ist.

Das neue Stadion:

Ich freue mich richtig darauf. Ich war zum ersten Mal auf der Baustelle und finde es unvorstellbar, dass wir in kurzer Zeit schon hier spielen werden. Ich freue mich auf die Fans und die Atmosphäre. Das war ich in den letzten Jahren nicht so gewöhnt.

Ex-Team Grödig:

Ich weiß nicht, wie sie sich verstärken werden. Grödig ist einfach ein Ausbildungsverein, man hat gesehen, dass viele Spieler einen guten Schritt gemacht haben. Das spricht für den Verein. Es wird sicherlich nicht leicht, Christian Haas wird aber bestimmt etwas auf die Beine stellen.

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