Der treffsichere "Wandervogel"

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Stürmischer Youngster: Ein Hoch namens Hosiner

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Philipp Hosiner befindet sich im Hoch.

Mit einem Triplepack beim 6:4 gegen die Admira schraubte der Burgenländer vergangene Woche sein Tor-Konto in der Bundesliga auf elf Saisontreffer.

Dank seiner Schnelligkeit und eines ausgeprägten Torriechers darf der 23-Jährige aktuell als Schrecken der gegnerischen Verteidiger gelten.

Dies bekommen auch Roman Kienast und Roland Linz zu spüren: Für das Duo bleibt bei der Austria derzeit nur die Rolle des Zuschauers.

Siege sind wichtiger als Tore

14 Treffer reichten vergangene Saison für die Torschützenkrone der Bundesliga.

Diese eher magere Ausbeute wird wohl schon in der Winterpause eingestellt sein.

Hosiner gilt dabei als aussichtsreichster Kandidat, sein schärfster Konkurrent ist der für Salzburg spielende Spanier Jonathan Soriano mit neun Toren.

An diesbezügliche Überlegungen verschwendet Hosiner aber ohnedies nicht viel Zeit: "Die Saison ist noch sehr lang. Als Torschützenkönig wird man sicher einige Tore mehr brauchen als im Vorjahr. Aber wichtiger ist, dass wir Spiele gewinnen."

Viele Klubs im Lebenslauf

Der Aufstieg von Hosiner ging rasant. Die Saison 2009/10 spielte der gebürtige Eisenstädter noch in der 3. deutschen Liga für den SV Sandhausen.

Im Sommer 2010 folgte der Wechsel zur Vienna, nach 13 Toren für die Döblinger holte Dietmar Kühbauer den Angreifer in die Südstadt.

Für die Admira scorte Hosiner vergangene Saison zehn Mal und traf auch im August fünf Mal.

Am letzten Tag der Transferzeit schlug daraufhin die Austria zu, Hosiner unterschrieb einen Vertrag bis 2015.

"Haben das nötige Glück"

"Das heißt nicht, dass ich es nicht länger aushalte bei einem Verein. Ich habe mich bei jedem Verein eben immer schnell anpassen können", schmunzelte Hosiner über seinen regen Tapetenwechsel in den vergangenen Jahren.

Bei der Austria laufe es derzeit sehr gut, "auch weil wir zurzeit das nötige Glück haben".

Das Tor-Festival gegen seinen Ex-Verein hätte aber bewiesen, dass es noch Verbesserungspotenzial gebe. "Vier Gegentore zu kassieren kann nicht unser Anspruch sein."

Mit Bender-Twins bei 1860

Das er mit 17 Jahren den Sprung nach Deutschland zu 1860 München machte, bezeichnet Hosiner rückblickend als richtigen Schritt.

"Dort habe ich den Übergang gelernt vom Nachwuchs in den Herrenbereich. Ich habe mit einigen Top-Talenten zusammenspielt, habe aber auch gesehen, wie große Talente nichts daraus gemacht haben", lautet sein Resümee.

Ehemalige Mitspieler sind zum Beispiel die bei Leverkusen bzw. Dortmund engagierten Zwillinge Lars und Sven Bender, oder auch der Ex-Austrianer und nunmehrige Mainz-Legionär Julian Baumgartlinger.

Ersatzbank und Tribüne

Dank seiner Torserie hat Hosiner bei der Austria derzeit seinen Stammplatz abgesichert.

Das Nachsehen haben deshalb mit Roman Kienast und Roland Linz zwei bei anderen Teams wohl gesetzte Stürmer.

Während der auch immer wieder mit Verletzungsproblemen kämpfende Kienast als Joker zumindest auf Einsatzzeit kommt, blieb für Linz zuletzt nur noch der Platz auf der Tribüne.

Stellt Stöger sein System um?

"Roman ist körperlich wieder fit, Roli hat wieder mehr Engagement gezeigt und steht vielleicht schon gegen Ried im Kader", meinte Peter Stöger zur Personallage im violetten Angriff.

Klar ist für den Austria-Trainer, dass seine Parade-Sturmreihe mit Hosiner und den Flügelspielern Tomas Jun und Alexander Gorgon "zum Besseren in Österreich gehört. Und natürlich werden wir so aufstellen, wie wir am besten spielen."

Künftig könnte bei der Austria aber auch Platz für einen Nebenmann von Hosiner herrschen.

Im Winter will Stöger diesbezüglich experimentieren. "Das wäre eine zusätzliche Variante. Aber dafür braucht man natürlich Zeit."

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