Die große Chance...

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Pirmin Strassers Generalprobe

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Pirmin Strasser ist ab Sommer als Nummer eins beim Fußball-Bundesligisten SV Grödig vorgesehen.

Durch die Blinddarmoperation seines "Vorgesetzten" Cican Stankovic, der den Club im Sommer in Richtung Salzburg verlässt, schlägt aber schon ab dem Frühjahrsstart die Stunde für den 24-Jährigen. Im Heimduell mit Sturm Graz wird der Ex-Spanien-Legionär am 14. Februar sein Oberhaus-Debüt geben.

Strasser spürt keinen Druck

Strasser muss den in der Vergangenheit überragenden Stankovic ersetzen. "Ich orientiere mich nicht an Cican Stankovic, es ist nicht so, dass ich sage, ich will in seine Fußstapfen treten. Ich schaue, dass ich mich von Tag zu Tag verbessere, und wenn ich das mache, dann kann ich auch eine gute Leistung abrufen", sagte Strasser im Gespräch mit der APA.

Speziellen Druck verspüre er nicht. "Egal wo du bist, Druck hast du im Fußball überall", betonte der Ex-ÖFB-Nachwuchs-Teamgoalie.

Seine Motivation ist jedenfalls unheimlich groß. "Ich schaue jetzt, dass ich in Grödig den Durchbruch im österreichischen Fußball und in der Bundesliga schaffe. Ich glaube, dass ich das Zeug dazu habe", strotzt Strasser voller Tatendrang, nachdem er in seinem ersten halben Jahr in Grödig nicht über die Reservistenrolle hinausgekommen war.

 Rückendeckung vom Trainer

Überzeugt vom bisherigen Back-Up für Stankovic ist auch sein Trainer. "Obwohl es für einen Tormann immer schwierig ist, in der zweiten Reihe zu warten, hat er jedes Training sein Bestes gegeben. Er ist ein Toptrainierer", sagte Michael Baur über seine aktuelle Nummer eins.

Der Oberösterreicher könne nun vor allem im Hinblick auf die nächste Saison zeigen, was er drauf habe. "Wir wollen keinen Druck ausüben. Er kriegt das Vertrauen und muss einfach schauen, ruhig zu bleiben. Er soll nicht künsteln anfangen, niemanden imitieren, er ist der Pirmin Strasser", so Baur.

Kein Glück im Ausland

Strasser war Anfang 2011 ausgezogen, um in Spanien seinen Weg zu gehen. Bei Almerias B-Mannschaft kam er in der dritten Liga regelmäßig zum Einsatz. "Ich bin auch mit der ersten Mannschaft noch mitgeflogen, habe aber dann das Pech gehabt, dass ich mich richtig schwer verletzt habe", blickte Strasser zurück.

Wegen einer im Sommer 2011 erlittenen Verletzung an der Wirbelsäule fiel er rund zwei Jahre aus. "Dann war es schwierig, sich in Spanien zurückzukämpfen", erklärte Grödigs-Tormann, warum es zur Rückkehr nach Österreich kam. Die Zeit in Spanien möchte er aber nicht missen. "Vom Spielverständnis her habe ich dort sehr viel gelernt", meinte der Goalie.

Grödig scheint eine gute Bühne für talentierte Profis zu sein. So schaffte Stürmer Philipp Zulechner vergangenes Jahr den Sprung zum SC Freiburg. Stankovic erhält im Sommer einen Vertrag in Salzburg, und Mittelfeldspieler Philipp Huspek zieht es nach Saisonende zu Rapid.

"Das zeigt, dass Grödig ein super Sprungbrett für uns junge Spieler ist, zu denen ich eigentlich gar nicht mehr gehöre mit 24", sagte Strasser.

 "Schaue nicht so weit nach vorne"

Großartig mit seiner Zukunft beschäftigt er sich aufgrund seiner Vorgeschichte nicht. "Ich schaue nicht so weit nach vorne, weil ich weiß, dass es im Fußball so schnell geht. Wichtig ist, dass ich verletzungsfrei bleibe, weil ich gesehen habe, wie einen das zurückwerfen kann", erklärte Grödigs Tormann.

Vorerst heißt es einmal, gute Leistungen abzuliefern, um auch längere Zeit im Frühjahr das Vertrauen zu bekommen. Stankovic haben die Grödiger nämlich noch nicht abgeschrieben. "Er wird auch im Frühjahr noch eine wichtige Rolle bei uns spielen", sagte Baur über den im Sommer scheidenden Tormann.

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