Grödig steht vor extremen Kaderumbruch

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Beim SV Grödig steht neuerlich ein Kaderumbruch in der Größenordnung einer ganzen Startelf an. Ein Dutzend neuer Spieler will Grödig-Manager Christian Haas bis zum Saisonauftakt verpflichten, drei Neuzugänge hätten die Salzburger bereits fixiert.

Ohne fünf absolute Leistungsträger steht Grödig-Trainer Michael Baur vor der Herausforderung, den im Frühjahr gezeigten Negativ-Trend aufzuhalten.

Stefan Nutz, Philipp Huspek und der Spanier Tomi wechseln zu Vizemeister Rapid, Marvin Potzmann zu Sturm Graz und Cican Stankovic wird in der kommenden Saison bei Meister Red Bull Salzburg im Tor stehen.

Stankovic, der in der abgelaufenen Saison zum besten Torhüter gewählt wurde, freut sich bereits auf seine neue Aufgabe: "Es ist eine riesige Herausforderung, ich freu' mich schon sehr darauf. Ich spiele wieder in der gleichen Liga, aber es ist eine ganz andere Welt."

"Auszeichnung für den Klub"

Ex-Kapitän Ione Cabrera wird von Präsident Haas verabschiedet

Grödig-Manager Christian Haas sieht die prominenten Abgänge auch "als Auszeichnung für den Klub", wie er im Gespräch mit der APA erklärte.

Der SV Grödig als Sprungbrett für talentierte Spieler - für den 37-Jährigen ist das mittlerweile Usus: "Fünf Spieler wechseln zu besseren Clubs. Wir sind das gewohnt, es war ja auch letzte Saison ähnlich", erklärte Haas.

Zudem werden die Verträge von Florian Hart, Simon Handle, Sunday Emmanuel und Adnan Adilovic sowie des dauerverletzten, ehemaligen Kapitäns Ione Cabrera nicht verlängert.

Trainer Baur ließ nach der abschließenden 0:1-Niederlage gegen die Admira durchblicken, den spanischen Abwehrchef gerne behalten zu haben: "Entscheiden werden immer die, die das Geld geben. Ione ist ein super Mensch, hat einen super Charakter - schade, dass er so oft verletzt war."

Manager Haas gibt sich zuversichtlich

Haas ist zuversichtlich, auch nächste Saison eine schlagkräftige Truppe aufbieten zu können. Drei Spieler sollen bereits ante portas stehen - Namen wollte der Grödiger "Fußballmacher" aber keine nennen. "Weil es noch Kleinigkeit abzuklären gilt", meinte Haas.

Mit 37 Punkten - acht Zähler mehr als Absteiger Wiener Neustadt - und dem achten Tabellenrang konnten die Salzburger nicht an die vorige Aufstiegssaison anschließen. "Die Saisonbilanz ist durchwachsen, das muss man ganz klar so sagen."

Nach den internationalen Ausflügen im Herbst, befanden sich die Grödiger zwischenzeitlich in akuter Abstiegsgefahr. "Unser Ziel war, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, das haben wir erreicht.

Der Herbst war noch in Ordnung, im Frühjahr haben wir ganz klar zu wenig Punkte geholt", sagte Haas, hielt aber fest: "Als es drauf angekommen ist, bei den Auswärtsspielen bei Admira und Wiener Neustadt, war die Mannschaft da."

Kein Bekenntnis zum Trainer

Zu seinem Trainer wollte sich Haas nicht dezidiert äußern, meinte nur: "Auch hier haben wir unser Ziel erreicht. Es war für das Trainerteam die erste Saison in der obersten Spielklasse. Stand heute werden wir mit Michael Baur in die neue Saison gehen."

Nach dem bevorstehenden Ausstieg des deutschen Schrotthandel-Unternehmens Scholz sind die Salzburger auf der Suche nach einem neuen Trikotsponsor fündig geworden.

Durch den Verkauf von 250 Premium Paketen zu je 2.000 Euro wurde eine halbe Million Euro lukriert, am Sonntag wurde die örtliche Bäckerei per Losentscheid ermittelt.

Haas zeigte sich über den Ausgang der Aktion "sehr zufrieden. Unser Ziel waren 250, das haben wir geschafft." Ob das Kleinunternehmen aber tatsächlich auf der Brust der Grödig-Spieler erscheinen wird, ist ungewiss.

Laut den "Salzburger Nachrichten" hätten bereits wirtschaftlich potentere Firmen Interesse bekundet, dem Unternehmen die Rechte abzukaufen.

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