Gorgon soll für Austria ein Trumpf im Derby werden

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Nach der Papierform ist er im großen Wiener Derby Austrias Torversicherung.

Alexander Gorgon führt mit neun Saisontoren nach zwölf Runden die Torschützenliste der Bundesliga an.

In 13 Bundesliga-Duellen mit dem Erzrivalen war der Flügelspieler bereits fünfmal erfolgreich.

Für das zweite Saisonduell mit den Hütteldorfern am Sonntag (16.30 Uhr) hat auch er sich viel vorgenommen.

"Dieses Derby wird wie alle anderen hart umkämpft sein. Es geht um die Vormacht in Wien. Für uns Spieler sind das die schönsten Spiele der Saison. Ich denke, wir sind heiß genug", wusste Gorgon vor dem Prestigeduell zu berichten.

Der Erz-Austrianer - er durchlief alle Jugendteams und absolvierte auch die mittlerweile geschlossene Frank-Stronach-Akademie - glänzt auch vor den Mikrofonen als eloquenter Gesprächspartner.

Seit Sommer 2010 bei Kampfmannschaft

Seit Sommer 2010 gehört Gorgon Austrias Kampfmannschaft an. Empfohlen hatte sich der in Wien geborene Sohn des polnischen Ex-Profis und späteren Schiedsrichters Wojciech Gorgon bei den Amateuren.

Unter Trainer Karl Daxbacher schaffte der Rechtsaußen den Durchbruch als Stammkraft, 2013 jubelte er über den Meistertitel, die darauf folgende Teilnahme an der Champions League verpasste er jedoch aufgrund einer langwierigen Beinverletzung.

Vertrag läuft aus

Die letzten eineinhalb Jahre verliefen dann für die Austria wie auch Gorgon gleichsam unbefriedigend. Gegen Ende der Transferzeit wurden Gerüchte laut, dass ein Transfer nach Deutschland (Kaiserslautern) im Raum steht. Gorgon blieb der Austria - vorerst - treu.

Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, der Verein hatte signalisiert, das Urgestein "längerfristig behalten" zu wollen. Der Profi selbst ist einem Auslandsengagement nicht abgeneigt.

Neun Saisontore

Für den in ÖFB-Nachwuchsauswahlen nur einmal berücksichtigten Gorgon - im September 2007 kam er unter Paul Gludovatz zu einem Einsatz im U20-Team - zählt derzeit aber nur, seine Torserie fortzusetzen. Neunmal traf er in dieser Saison, womit ihm nur ein Treffer fehlt, um seinen persönlichen Saison-Bestwert von 2013 (10 Tore) einzustellen.

Dass fünf seiner neun Tore aus Elfmetern resultierten, ist Gorgon denkbar egal.

Ohnedies sei er "nicht jemand, der gerne in Schönheit stirbt", wie Gorgon vor dem Derby verriet: "Wenn es ein dreckiger Sieg wird, unterschreibe ich das genauso." Ein Motto, das für die gesamte Austria-Saison geltend gemacht werden kann.

Die Violetten halten nach zwölf Runden bei beachtlichen 24 Zählern, mussten sich beim 2:1 gegen Grödig zuletzt aber gar Pfiffe von den Heimfans gefallen lassen.

Neue Situation für Fink

Für Trainer Thorsten Fink waren diese "was Neues", sein gegen Grödig im Doppelpack erfolgreicher Schützling forderte mehr Geduld ein. Die Austria sei laut Gorgon auf dem richtigen Weg.

"Wir haben teilweise Spiele gehabt, die nicht so prickelnd waren, in denen wir aber als Sieger vom Platz gegangen sind. Das zeichnet uns in dieser Saison auch aus und unterscheidet uns von den letzten Jahren."

Am Sonntag will Gorgon das 2:5 aus dem ersten Saisonderby - als er ebenfalls zweimal traf - ausbügeln. Danach hat er auf jeden Fall privat etwas zu feiern. Am 28. Oktober begeht Gorgon seinen 27. Geburtstag, ein Tag vorher ist der Geburtstermin seines zweiten Kindes.

Tochter Mila bekommt einen Bruder. Gorgon-Tore gegen Rapid könnte damit ausgerechnet der Nachwuchs verhindern: "Ich habe zu meiner Frau gesagt, Sonntag sollte das Baby nicht kommen", scherzte der Torjäger.

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