Gludovatz auf Trainersuche

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Gludovatz schon auf Sturm-Trainersuche

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Paul Gludovatz hat viel zu tun. Der ehemalige Ried-Trainer bereitet sich akribisch auf seinen neuen Job als sportlicher Geschäftsführer bei Meister Sturm Graz vor.

Der 65-Jährige tritt sein Amt zwar offiziell erst am Dienstag an, im Mittelpunkt steht aber bereits die Trainersuche für die kommende Saison. Sturms Meistermacher Franco Foda verlässt den Verein mit Auslaufen seines Vertrages Ende Mai.

Noch keine konkreten Aussagen

"Es gibt absolut viele Kandidaten, die ich durchchecke", bestätigte Gludovatz gegenüber der APA. "Ab 10. April werde ich mich eingehender mit den Kollegen befassen." Konkretere Aussagen könne er vor seinem Amtsantritt noch nicht treffen, betonte Gludovatz vor dem Gastspiel der Grazer am Ostersonntag in Mattersburg.

Sturms neuer Sportchef hat in der Trainerfrage die alleinige Entscheidungsbefugnis, der Aufsichtsrat verfüge laut Präsident Christian Jauk aber über ein Vetorecht.

Einen engeren Kandidatenkreis wollte Gludovatz nicht nennen, unter Zeitdruck sieht er sich nicht. "Ich lasse mir lieber zwei Tage länger Zeit, um etwas Gescheites herauszubekommen", erklärte der Burgenländer.

Milanic und Schopp Favoriten

Derzeit gelten die ehemaligen Sturm-Spieler Darko Milanic und Markus Schopp als aussichtsreichste Kandidaten. Ex-Verteidiger Milanic steht mit dem NK Maribor in seiner Heimat Slowenien vor dem dritten Meistertitel in Serie.

Schopp, einst unter Rekordteamspieler Andreas Herzog Assistent beim U21-Nationalteam, betreut derzeit die U18 von Sturm.

"Trainerjob begehrt"

"Ein Trainerjob in Österreich ist begehrt", erinnerte Gludovatz. "In der Bundesliga gibt es nur zehn, eine Position bei einem Top-5-Verein ist besonders gefragt."

Eine Option könnte auch der bisherige Foda-Assistent Thomas Kristl sein, dessen Vertrag ebenfalls mit Saisonende ausläuft. Der Deutsche ist seit fast drei Jahren in Graz.

Dazu haben verschiedene Medien zuletzt die Bundesliga-Trainer Walter Kogler (Wacker Innsbruck), Dietmar Kühbauer (Admira) und Peter Stöger (Wr. Neustadt) mit dem Meister in Verbindung gebracht.

Schweitzer weiter bei Ried

Ein Kandidat hat sich bereits selbst aus dem Rennen genommen: Gludovatz' langjähriger Assistent Gerhard Schweitzer bleibt in Ried.

"Es gab kein konkretes Angebot, daher war es auch keine Absage", betonte Gludovatz. "Wir haben wie Freunde und Trainerkollegen sehr sachlich miteinander geredet."

Schweitzer, aktuell Interimscoach in Ried, entschied sich nach den unverbindlichen Gesprächen mit seinem früheren Chef für einen Verbleib im Innviertel. Dort wird der 48-Jährige ab der kommenden Saison wieder als Co-Trainer fungieren.

"Die Entscheidung ist mir schwer gefallen", gestand Schweitzer. "Die Gespräche waren aber in Ordnung. Ich bin in der glücklichen Lage, selbst entscheiden zu können. Das können nicht viele."

"Tag für Tag beschäftigt"

Gludovatz entschied sich für die neue Herausforderung in Graz. "Die Vorarbeiten laufen. Ich bin Tag für Tag damit beschäftigt, mich einzuarbeiten", verriet der ehemalige U20-Teamchef.

"Es gibt sehr viele Informationen. Es geht darum, beide Seiten im Griff zu haben - den sportlichen und auch den wirtschaftlichen Bereich." Beide Bereiche spielen in der Kaderplanung eine erhebliche Rolle - und die muss auch der neue Sturm-Trainer mittragen.

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