Glasner: "Meine Handschrift soll erkennbar sein"

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Noch eine letzte Woche, inklusive dem Cup-Finale am Sonntag, ist Oliver Glasner Angestellter von Red Bull Salzburg.

Danach wird der 39-Jährige heimkehren. Heim ins Innviertel.

Glasner wird der neue Trainer der SV Ried (Hier zur Story).

Dort, wo der frühere Verteidiger 18 Jahre dem Fußball aktiv nachging, bis in die Saison 2011/12 410 Bundesliga-Spiele absolvierte und zur Innviertler Legende wurde.

Nun bringt Manager Stefan Reiter die Legende, der einer anderen (Michael Angerschmid) folgt, zurück.

Am Sonntagvormittag bekam der 53-Jährige die Zusage von Salzburg-Sportdirektor Ralf Rangnick, der "Bullen"-Vertrag bis 2016 wird aufgelöst, nur noch Details müssen geklärt werden.

"Wollte Chefcoach sein"

Neben einer weiteren Zusammenarbeit in Salzburg, wo er seit Anfang 2012 auch als Sportkoordinator und Interimstrainer Lieferings tätig war,  hätte Glasner auch mit seinem bisherigen "Chef" Roger Schmidt mit zu Bayer Leverkusen gehen können.

"Es wäre eine sehr interessante Aufgabe gewesen, es hat mich aber mehr gereizt, selbst in der Verantwortung zu stehen", begründet der Neo-Coach die Entscheidung, für die Reiter "allerhöchsten Respekt" hat.

Schließlich entschied sich Glasner gegen Leverkusen, die deutsche Bundesliga, wohl Champions League sowie Geld und für die Aufgabe.

"Es war dann eine reine Bauchentscheidung. Ich hatte die Wahl, Co-Trainer zu bleiben oder den Schritt zum Cheftrainer zu machen. Ich hatte die letzten sieben Tage Gespräche mit Ried und zuletzt alles am Tisch liegen. Ich habe mich dann entschieden, mich dieser Herausforderung zu stellen", sagt der Oberösterreicher bei "Sky".

Glasner bringt Salzburg nach Ried

Für Reiter, der nach der legendären Spieler-Karriere Glasners auch auf eine ebensolche als Trainer bei der SVR hofft, nennt die kommende Saison einen Aufbruch in neue Rieder Zeiten.

Und Glasner bringt das Know-how von Salzburg mit ins Innviertel. "Es war in Salzburg eine tolle Zeit und tolle letzte Saison. Wir haben so gespielt, wie ich mir das auch vorher vorgestellt habe", sagt Glasner.

Diesen Stil will der neue Trainer nun auch bei seiner ersten Station als Cheftrainer beibehalten.

„Natürlich habe ich bei Roger und Ralf Rangnick das Handwerk in den letzten beiden Jahren dafür gelernt. Ich hoffe, dass mir das gelingt, einen Spielstil in Ried auf den Platz zu bekommen, wo man sieht, das ist die Handschrift des Oliver Glasner.“

Glasner kommt, Gartler geht

Neben Salzburg und Grödig scheinen damit auch die Innviertler drauf und dran zu sein, auf den Spielstil mit dem Hauptaugenmerk auf Gegenpressing zu setzen. Der endgültige Kader steht aber noch nicht.

Rene Gartler wird nicht mehr da sein, der Top-Stürmer entscheidet sich gegen die Vertragsverlängerung und für eine neue Herausforderung.

"Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Ich bin in einem Alter, in dem ich eine neue Herausforderung suchen will. Es gibt Interessenten aus dem In- und Ausland", so der 30-fache Rieder Liga-Torschütze.

Wer als Co-Trainer ("Ich habe einige im Kopf") Glasners fungieren wird, ist noch offen. Die "OÖN" bringen mit Ronnie Brunnmayr und Martin Stocklasa zwei Ex-Rieder ins Spiel.

"Wir werden sicher ein schlagkräftiges Trainer-Team sowie Mannschaft haben", blickt Glasner in eine rosige Zukunft in seiner Heimat.

Wo die Spieler-Legende auch zu einer Trainer-Legende werden will.

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