"War Trainerwunsch, dass ich nicht mehr mittrainiere"

Aufmacherbild
 

Die Karriereplattform "Sturm-Neu" ist anscheinend nicht für jedermann geeignet.

Am Dienstag wurde bekannt, dass Florian Neuhold bei Sturm Graz keine Zukunft mehr hat und sich im Winter einen neuen Verein suchen kann.

Auch von einem Trainingsverbot war die Rede. Dieses wurde auf der Vereins-Website von Sturm dementiert. Im Gespräch mit LAOLA1 klärt der 19-Jährige auf: "Es war der Wunsch des Trainers, dass ich seit letzten Mittwoch nicht mehr mit der Mannschaft trainiere."

"Zu wenig Qualität" für Hyballa

Wie konnte es soweit kommen? "Es hat zwischen dem Trainer und mir nie wirklich funktioniert", so Neuhold, der mit Peter Hyballa in der letzten Woche ein klärendes Gespräch führte. "Er hat zu mir gesagt, dass er zu wenig Qualität in mir sieht."

Eine klare Ansage des Deutschen, die Neuhold zähneknirschend zu Kenntnis nimmt. "Er war ehrlich zu mir und ich war ehrlich zu ihm. Es ist das Beste für Sturm und für mich, wenn wir getrennte Wege gehen."

Was ihm allerdings sauer aufstößt, sind diverse Gerüchte rund um seine Leistungen im Training. "Faulheit lasse ich mir nicht vorwerfen. Ich habe bei Sturm immer alles gegeben. Und was ich in meiner Freizeit mache, ist auch meine Sache."

Bald in Sheffield?

Neuholds Zukunft könnte in Englands zweithöchster Spielklasse stattfinden. Seit Samstag absolviert der Rechtsfuß ein Probetraining bei Sheffield Wednesday, derzeit 22. in der Championship.

"Sie suchen einen Innenverteidiger und einen Spieler mit Perspektive", erzählt Neuhold, der einen guten ersten Eindruck hinterließ: "Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen und der Trainer war nach dem ersten Tag schon begeistert." Im November ist noch eine zweite Probezeit bei den "Owls" geplant.

Sheffield sei aber nicht die einzige Option für den U19-Teamkapitän, der zuletzt auf Abruf für die U21 nominiert wurde. Konkretes könne er aber dazu nicht sagen.

Am Wochenende kehrt Neuhold zurück nach Graz. In Messendorf wird er aber wohl nicht mehr trainieren.


Andreas Terler

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen