"Wir haben zwei sehr gute Tormänner"

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Austrias Tormann-Diskussion wirbelte in der letzten Woche viel Staub auf.

Der Patzer von Pascal Grünwald im Duell gegen Kapfenberg war nicht nur in Wien-Favoriten das bestimmende Thema.

Medial hagelte es heftige Kritik am Tiroler. Kritik, die selbst Trainer Karl Daxbacher als teilweise zu scharf befand.

„Es ist interessant und erschreckend, wie von allen Seiten auf einen Spieler hingetreten wird, wenn er einen Fehler macht. Diese Kritik war überzogen“, so der Niederösterreicher.

„Heinz hat gehalten, was zu halten war“

Dennoch entschied sich der 58-Jährige für einen Wechsel im Tor und setzte Heinz Lindner im EL-Duell gegen Alkmaar ein. „Ich wollte Pascal in Schutz nehmen. Auch deswegen hat er nicht gespielt.“

Heinz Lindner (LAOLA1-Interview nach Comeback) konnte  seine Chance nützen und lieferte gegen den niederländischen Tabellenführer eine fehlerfreie Partie ab.

„Heinz hat gehalten, was zu halten war. Bei den Toren war er chancenlos. Wenn man keinen Fehler macht, gibt es keine Kritikpunkte. Er hat jedenfalls die Basis gelegt, dass er auch gegen Wacker zum Zug kommt“, stellt Daxbacher dem 21-Jährigen erneut einen Startelf-Platz in Aussicht.

„Fühlen uns mit beiden sicher“

Auch an den violetten Feldspielern ist die Torhüter-Situation nicht spurlos vorüber gegangen. Lindners und Grünwalds Kollegen sind jedenfalls froh, zwei starke Torleute hinter sich zu haben.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir zwei so gute Goalies haben. Beide spielen ja auch im A-Team. Wir als Mannschaft fühlen uns mit beiden sehr sicher. Alles andere liegt beim Trainer“, berichtet Michael Liendl im Gespräch mit LAOLA1.

Manuel Ortlechner ergänzt: „Wir wissen, dass wir super Tormänner haben. Der Heinz hat in der Vorsaison schon bewiesen, dass er ein Top-Tormann ist. Auch in dieser Saison zeigt er das regelmäßig im Training. Er hat wirklich Moral bewiesen, als er erfahren hat, dass er nur die Nummer zwei ist. Mich freut es für ihn, weil es sicher nicht leicht war. Er ist reingekommen und alle haben auf ihn geschaut. Er hat die Aufgabe aber super gemeistert.“

Ortlechner nimmt Grünwald in Schutz

Der Oberösterreicher nimmt aber gleichzeitig Grünwald in Schutz: „Ich kann die Kritik an Pascal, die in letzter Zeit aufgekommen ist, nicht ganz nachvollziehen. Aber in den Medien geht es sehr schnell, dass man unten durch ist.“

Ähnlich sieht es Nacer Barazite. „Heinz hat gegen Alkmaar sehr gut gespielt. Man sollte aber nicht vergessen, dass auch Pascal sehr gute Partien abgeliefert hat. Er wird bestimmt wieder zurückkommen“, meint der Niederländer.

Daxbacher warnt vor Wacker

Eine gute Partie müssen die Violetten auch gegen Wacker Innsbruck am Sonntag abliefern, um die eingeplanten drei Punkte zu holen. Die Wiener sind jedoch gewarnt, schließlich haben die Tiroler heuer nur ein Auswärtsspiel verloren – dieses erst äußerst unglücklich in den letzten Minuten bei der Admira.

"Der Leistungsunterschied in der Liga ist nicht so groß. Außerdem sind Punkte, die man glaubt, schon zu haben, am schwierigsten zu holen. Und wenn man nicht so wie im Europacup auftritt und nur ein bisschen nachlässt, bekommt man die Rechnung präsentiert ", appelliert Daxbacher an seine Truppe.

Luft nach oben

Der violette Feldherr kennt zudem die Gefahren nach einem Europacup-Match unter der Woche: „Meine Mannschaft muss nicht nur auf internationaler Ebene, sondern auch national alles geben. Da haben einige meiner Spieler noch Luft drinnen. "

Luft nach oben gibt es auch noch in der Tabelle. Die Veilchen rangieren hinter Admira auf Platz zwei, aber noch vor Daxbachers großem Meisterschafts-Favoriten Red Bull Salzburg.

„Es darf daher nicht passieren, dass wir wie zuletzt in Kapfenberg Punkte verlieren. Wir müssen die Schwächephase der Salzburger nützen“, so der FAK-Coach abschließend.

Martin Wechtl/Harald Prantl

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