"Der Kreis der Kandidaten ist kleiner geworden“

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Fokussiert.

Die Wiener Austria, allen voran Trainer Gerald Baumgartner, fiebert dem Saisonauftakt gegen Grödig (So., 16:30 Uhr im neuen LAOLA1-Ticker) entgegen.

„Jetzt geht es endlich los. Wir wollen gleich im ersten Spiel den ersten Schritt tun, um wieder eine Heimmacht zu werden. Wir sind bereit, kennen die Stärken und Schwächen des Gegners, wir wollen dominant auftreten und unser Spiel durchbringen.“

Der 49-jährige Salzburger macht also kein Hehl daraus, was die Fans von der Austria heuer erwarten dürfen.

Fokussiert ist man aber auch am Transfermarkt.

Nach dem Abgang von Philipp Hosiner läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren. Denn mit Ola Kamara, Roman Kienast und Martin Harrer stehen aktuell nur drei gelernte Angreifer zur Verfügung.

„Kreis der Kandidaten ist kleiner geworden“

Zwar trainiert der von Maccabi Haifa zurückgekehrte Tamas Priskin seit knapp zwei Wochen mit der Mannschaft, der Ungar scheint in den violetten Plänen aber keine große Rolle zu spielen.

„Der Kreis der Kandidaten ist kleiner geworden. Wir konzentrieren uns auf eine Handvoll Spieler. Die Gespräche laufen. Noch gibt es aber nichts Konkretes“, berichtet Thomas Partis über den Status Quo der Stürmersuche.

Ob die in diversen Medien ins Spiel gebrachten Nemanja Nikolics und Omer Damari auf Parits‘ Liste stehen, will der Burgenländer nicht kommentieren.

Parits lobt Harrer

Eine überstürzte Entscheidung wird es so oder so nicht geben, zumal die Verantwortlichen mit den drei vorhandenen Stürmern zufrieden sind.

Speziell von Marin Harrer hält der 67-Jährige einiges: „Er wird von vielen unterschätzt. Dabei bringt Harrer alle Voraussetzungen für einen guten Stürmer mit. Es gab im Sommer drei Angebote für ihn, aber ich will ihn auf keinen Fall hergeben“, versichert der AG-Vorstand.

Gegen die Salzburger wird der 22-jährige Voitsberger aller Voraussicht nach beginnen, da Kamara an einer Muskelverletzung im Unterschenkel laboriert und fraglich ist.

Kienast voller Tatendrang

Doch auch Kienast ist nach einer enttäuschenden Saison ebenfalls voller Tatendrang und bewies in der Vorbereitung sowie im Cup Treffsicherheit.

„Ja, ich habe zuletzt oft getroffen, doch leider noch gegen nicht allzu namhafte Gegner. Ich hoffe, dass ich meine Chance bekomme und die auch nützen werde“, erklärt der in Salzburg geborene Wiener auf der FAK-Homepage.

Für die kommende Aufgabe ist man vorne (noch) gut aufgestellt, langfristig gesehen muss aber eine Verstärkung kommen.

Ein Topmann fehlt

„Um unsere Ziele zu verwirklichen, benötigen wir einen weiteren Topmann. Einen Stürmer, der einschlägt“, gesteht Parits, der nur allzu gerne an die Hosiner-Verpflichtung vor zwei Jahren zurückdenkt.

„Da hat alles gepasst. Philipp ist zu uns gekommen und hat sofort getroffen. Das war ein echter Glücksfall.“

Baumgartner hätte selbstverständlich gerne mit dem nunmehrigen Rennes-Angreifer zusammengearbeitet, versucht aber seinen Abschied so schnell wie möglich zu kompensieren.

„Natürlich hat Philipp eine Lücke hinterlassen. Diese gilt es so schnell wie möglich zu schließen. Und das versuche ich mit jenen Spielern, die da sind. Wir haben ein paar Varianten einstudiert, sind gut vorbereitetet.

Oder es mit einem anderen Wort zu sagen: Fokussiert.

 

Martin Wechtl

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