Unverhofft kommt oft

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Herbstmeister FAK! "Klingt schön, aber was bringt's?“

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Veilchen blühen auch im Herbst.

41 Punkte (Vereinsrekord nach 17 Runden), beste Offensive (39 Tore/gemeinsam mit RBS), zweitbeste Defensive  (12 Gegentore), bestes Auswärtsteam (22 Punkte/7 Siege/1 Remis), beste Heimmannschaft (19 Punkte/6 Siege/1 Remis/2 Niederlagen).

Dem nicht genug, stellt die Wiener Austria mit Philipp Hosiner auch noch den Führenden der Torschützenliste, der bereits nach nicht einmal der Hälfte der Meisterschaft mit 17 Treffern um drei Tore mehr auf seinem Konto hat, als die beiden Torschützenkönige der vergangenen Saison, Jakob Jantscher und Stefan Maierhofer (jeweils 14 Tore).

Zusammengefasst: Es ist beeindruckend, was die Wiener Austria in dieser Saison bisher geleistet hat. Dabei sei der Zenit noch gar nicht erreicht.  

Noch immer Luft nach oben

„Wir sind bei weitem noch so weit, dass wir schon alles können und nichts mehr lernen müssen. Es gibt noch genug zu tun“, meint Peter Stöger.

Doch der aktuelle Lauf unterstreiche den positiven Entwicklungsprozess, der nach dem vollkommen verpatzten Frühjahr in dieser Art und Weise nicht zu erwarten war. Bezeichnend dafür waren vor allem die letzten Partien gegen Neustadt und Mattersburg, in denen nicht alles gepasst hat und dennoch glatt gewonnen wurde.

"Wir haben etwa gegen die Burgenländer in der ersten Hälfte aus dem Ballbesitz zu wenig Effektives gemacht. Der Level, den wir uns vorstellen und wo wir uns schon spielen gesehen haben, ist schwierig zu halten“, so der Trainer.

Herbstmeistertitel kommt unverhofft

"Dass wir trotzdem drei Tore machen, zeigt unsere Qualität. Wir können auch solche Spiele gewinnen“, unterstreicht Alexander Gorgon.

Mit der Tatsache, dass man nach 17 Runden vorzeitig den Herbstmeistertitel einfahren konnte und fünf Punkte vor dem großen Titelanwärter RB Salzburg liegt, hat jedoch niemand gerechnet.

„Es ist überraschend. Wir haben aber viel dafür getan, dass wir mit so vielen Punkten dastehen. Es ist das Schönste, wenn man sieht, dass man für seine Arbeit belohnt wird“, berichtet der 24-Jährige.

Überbewerten will man den inoffiziellen Titel jedoch nicht. „Das tut der Seele gut. Es ist aber ein Titel, von dem man sich nichts kaufen kann. Entscheidend ist die Tabelle Ende Mai“, gesteht „Gogo“.

„Wir haben noch nichts erreicht“

Marko Stankovic sieht es genauso. „Das war ich noch nie, ist ein cooles Gefühl. Wir müssen uns auch bei Ried dafür bedanken.  Herbstmeister zu sein, klingt schön, aber was bringt es, wenn man am Schluss nicht ganz oben steht?“

Markus Suttner: „Das ist ein super Gefühl, aber wir haben noch nichts erreicht.“

Zumindest Zählbares, denn geleistet hat die Wiener Austria angesichts der imposanten Zahlen schon einiges.

Martin Wechtl

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