Der Europacup als i-Tüpfelchen

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"Wir haben so oder so eine tolle Saison gespielt“

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Fernduell um Europa!

SV Grödig kann am letzten Spieltag für einen Meilenstein sorgen und als erst zweiter Aufsteiger nach der Admira (2011/12) in der Premieren-Saison in Österreichs höchster Spielklasse den Einzug in den Europacup schaffen.

Die Formel dafür ist ganz einfach: Holen die Salzburger in der 36. Runde mehr Punkte als die Austria, sind sie durch und der entthronte Meister hat das Nachsehen. Denn aktuell sind die beiden Klubs punktegleich, die Wiener nur dank der weitaus besseren Tordifferenz auf Rang drei angesiedelt.

„Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am letzten Spieltag die Chance auf den Einzug in den Europacup haben, hätte es niemand glauben können. Das wäre einfach utopisch gewesen. Wir sind aber überglücklich, dass es so ist und hoffen auf einen positiven Abschluss“, erklärt Dieter Elsneg in Gespräch mit LAOLA1.

Elsneg ein Sturm-Fan

Dieser Abschluss findet für die „Village People“ bei Wacker Innsbruck statt. Obwohl die Tiroler bereits abgestiegen sind, rechnet der Steirer mit einem schweren Gang im „heiligen Land“: „Wacker will sich bestimmt ordentlich aus der Bundesliga verabschieden. Das wird sicher kein Spaziergang.“

Und der 24-Jährige hofft natürlich gleichzeitig auf Schützenhilfe seiner steirischen Landsmänner von Sturm Graz, die bei den Violetten gastieren.

„Sturm ist für uns sehr wichtig. Sie müssten uns helfen. Wenn die Grazer einen Punkt holen und wir gleichzeitig gewinnen, wären wir durch. Aber natürlich müssen wir erst unsere Aufgabe erledigen. Mal schauen was die Austria macht.“

Ein Taktieren wird es nicht geben. „Wir spielen wie in jeder anderen Partie auf Sieg“, versichert Elsneg.

Kein Druck

Großen Druck oder gar Nervenflattern verspürt der Offensivmann vor den letzten 90 Minuten nicht. Schon jetzt könne man mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein. „Die ganze Mannschaft, das Trainerteam, der Vorstand rund um die Familie Haas haben sensationelle Arbeit geleistet. Daher muss man die Saison – egal wie sie endet – als positiv sehen. Dass es jetzt noch um etwas geht, hat sich niemand vorstellen können.“

Da die Grödiger Blut geleckt haben, wäre die Enttäuschung natürlich im ersten Moment groß, sollte der erhoffte Traum von Europa doch platzen – „weil wir sehr nah am Europacupplatz dran sind. Wenn schlussendlich beide Teams gewinnen und wir punktegleich mit der Austria abschließen, hat man trotzdem eine tolle Saison gespielt. Das dürfen wir nicht vergessen.“

Lobende Worte für scheidenden Erfolgscoach

Ein weinendes Auge wird es jedoch so oder so geben. Schließlich endet am Sonntag die erfolgreiche Ära von Chefcoach Adi Hütter.

„Es wird ein emotionaler Tag werden. Wir wollen dem Trainer ein schönes Abschiedsgeschenk bereiten und gewinnen“, meint der ehemalige ÖFB-U21-Teamspieler, der vollen Lobes über den scheidenden Trainer ist:

„Er hat sehr, sehr viel für den Verein geleistet. Einen Klub aus der zweiten Liga in die oberen Plätze der Bundesliga zu führen, ist eine klasse Leistung. Wir zollen ihm großen Respekt.“

Zukunft offen

Gleichzeitig könnte auch das Gastspiel von Elsneg in Grödig zu Ende gehen. Denn sein Leihvertrag läuft aus, nach jetzigem Stand der Dinge muss er zum Kapfenberger SV, wo sein Kontrakt noch bis 2015 geht, zurückkehren.

Allzu groß dürfte die Freude darüber nicht sein, schließlich wurde dem Erste-Liga-Klub die Lizenz in erster Instanz verwehrt, zudem fühlt sich Elsneg in Salzburg pudelwohl.

„Ich habe mich bis jetzt nur auf das Sportliche konzentriert. Man muss abwarten, wie es mit dem KSV weitergeht. Als erstes muss ich mich mit den Steirern an einen Tisch setzen und die Lage besprechen. Dann werden wir eine Lösung finden – für mich hoffentlich eine positive.“

Und vielleicht beinhaltet diese Lösung sogar den Europacup.

 

Martin Wechtl

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