Schritt für Schritt

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„Ich bin froh, dass eine Entscheidung gefallen ist. Es war an der Zeit.“

Monatelang galt Christopher Dibon als eine der heißesten Transfer-Aktien des Sommers. Seit Dienstag ist dieses Thema gegessen. Der 21-Jährige wechselt ablösefrei zu RB Salzburg.

Gemütliche Tage mit der Familie

Während der Oster-Feiertage ging der Niederösterreicher noch einmal in sich, um seine Zukunft zu planen.

„Ich habe die Tage eigentlich sehr gemütlich bei meiner Familie verbracht. Es war ganz angenehm“, sagt der Innenverteidiger.

Zeit für den nächsten Schritt

Seine Optionen waren schon länger offenkundig. Verlängern bei der Admira oder eine neue Aufgabe bei Rapid, der Austria oder eben Salzburg.

„In meiner Karriere war eingeplant, dass ich jetzt den nächsten Schritt machen muss“, war ihm klar, dass ein Verbleib in der Südstadt eher nicht in Frage kommt.

Für und Wider

Und der Rest? „Ich habe mir alles angehört, die Für und Wider abgewogen. Letztlich hatte Salzburg die meisten Plus.“

„Ich hatte nie Angst, mich falsch zu entscheiden. Ich denke positiv“, stellt der einfache ÖFB-Internationale klar.

Die guten Gespräche mit den Verantwortlichen aus der Mozartstadt hätten ihn überzeugt. Und außerdem: „Das ganze Drumherum, auch mit der Trainingsanlage, gibt mir das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

„Mit breiter Brust nach Salzburg“

Da beunruhigt es ihn auch nicht, dass Ricardo Moniz voraussichtlich nicht über den Sommer hinaus auf der Trainerbank der „Bullen“ sitzen wird, unklar ist, wer das Team künftig betreut.

„Ich gehe mit breiter Brust nach Salzburg. Ich habe schon einige Trainer erlebt, man muss bei jedem zeigen, was man drauf hat. Ich mache mir da keine großen Gedanken.“

Es komme auf die eigene Leistung an: „Wer sich aufdrängt, bekommt seine Chance. Wer gut ist, der spielt.“

Eine klare Philosophie

Ein Wechsel ins Ausland ist für den Admira-Kapitän zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage gekommen: „Das ist meine Philosophie. Daran halte ich fest. Ich habe immer gesagt, dass mein nächster Schritt innerhalb Österreichs sein muss.“

„Erst wenn meine Entwicklung so weiter läuft, kann ich ans Ausland denken. Davor macht dieser Schritt keinen Sinn.“

Noch einmal für die Admira?

Schritt für Schritt geht auch seine Genesung voran. Ende Februar erlitt der Schwechater im Spiel gegen Mattersburg einen Wadenbeinbruch.

„Es läuft alles nach Plan, ich bin sehr zufrieden. Aber sicher wird es noch ein paar Wochen dauern, bis alles passt“, kann er nicht versprechen, in dieser Saison noch einmal zu spielen.

Wenngleich er zugibt: „Wenn es sich ausgeht, wäre es natürlich schön, noch einmal für die Admira zu spielen. Ich will aber nichts überstürzen.“

Ein Schritt nach dem anderen – was für seinen Weg zurück gilt, ist auch in Sachen Karriereplanung das Motto des Abwehrspielers.


Harald Prantl

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