Burgstallers Leid hat ein Ende

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Burgstallers Zeit des Wartens ist vorbei

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Bereits im März hatte Guido Burgstaller Gewissheit, in der nächsten Saison für Rapid die Schuhe zu schnüren.

Die Vorfreude war groß, obwohl bis zur Sommerpause noch die ganze Aufmerksamkeit auf den SC Wiener Neustadt gelenkt werden musste.

Mit dem Wechsel ging für den mittlerweile 22-Jährigen ein Traum in Erfüllung, der sich binnen kürzester Zeit in einen Albtraum verwandelte.

Nach nur zwei Wochen Vorbereitung zog sich der Kärntner im Testspiel gegen Melk einen Sprung im Schienbeinkopf sowie einen Teileinriss des vorderen Kreuzbands zu. Rund drei Monate später feierte der Offensivspieler nun sein Comeback.

„Ein wunderschönes Gefühl“

„Es ist natürlich ein wunderschönes Gefühl, nach so langer Zeit endlich wieder spielen zu können“, blickte Burgstaller im Gespräch mit LAOLA1 auf die harte Verletzungspause zurück.

In der 2. Runde des ÖFB-Cups gegen Bad Vöslau war es soweit. Tormann-Trainer Raimund Hedl beorderte den U21-Nationalspieler vom Aufwärmen zur Trainerbank, in der 79. Minute kam es zu seiner Einwechslung.

Nachdem der ehemalige Neustädter erst unter der Woche grünes Licht von den Ärzten erhielt, rechnete er noch nicht unbedingt mit einem Einsatz:

„Das habe ich nicht gewusst. Der Trainer hat mir einfach mitgeteilt, dass ich schon im Kader bin. Dass ich dann noch 15 Minuten spielen darf, war natürlich sehr schön.“

Burgstaller lässt sich von niemandem stressen

Auch Trainer Peter Schöttel hatte das Comeback seines Schützlings nicht fix eingeplant: „Der heutige Einsatz war eher ein Zuckerl, das er von mir bekommen hat. Ich habe ihm ein paar Minuten gegeben, da der Spielstand gepasst hat.“

Dass Burgstaller noch lange nicht der Alte ist, weiß er selbst. Im Vordergrund steht der Konditionsaufbau und das schrittweise Herantasten an die Startelf. Nach der mühsamen Zeit auf Krücken, dem Lauftraining und lockeren Übungen mit der Mannschaft setzt er sich nicht unter Druck.

„Ich brauche noch Zeit, das weiß jeder. Ich lasse mich da von niemandem stressen. Ich hoffe, dass ich dann bald wieder in der Bundesliga einlaufen kann“, so der Youngster.

„Mit der Reha-Phase hat er eine harte Zeit hinter sich. In den nächsten ein bis zwei Wochen wird er noch kein Thema von Beginn an sein“, prophezeit sein Übungsleiter.

„Burgstaller wird für uns einmal sehr wichtig“

Sollte Burgstaller hundertprozentig fit sein, wird sich die Qualität des Spielers jedoch durchsetzen. Davon ist Schöttel überzeugt: „Er wird für uns einmal sehr wichtig sein.“

Schließlich weiß keiner besser als der Rapid-Trainer, welch Potenzial im jungen Angreifer schlummert.

Schon bei Wiener Neustadt agierte das Duo erfolgreich und wechselte im Frühjahr beinahe zeitgleich nach Wien-Hütteldorf.

Anstatt gegen Rapid zu treffen - zwei von fünf Saisontore 2010/11 erzielte Burgstaller gegen die Grün-Weißen – soll er nun seine Fähigkeiten im Dress des Rekordmeisters zeigen.

Offensivspieler brennt auf seine Einsätze

Rapids durchwachsene Spiele von der Tribüne aus zu verfolgen, war für ihn alles andere als leicht.

„Es ist natürlich schon sehr bitter, wenn man verliert. Aber ich bin der Meinung, dass wir einen super Kader haben, in dem jeder jeden kompensieren kann. Mittlerweile sind wir auf einem ganz guten Weg“, glaubt Burgstaller.

Seine Verletzung will er endgültig hinter sich lassen. Schmerzen gehören mittlerweile der Vergangenheit an.

„Anfangs war ich schon gebrochen, als ich mich gleich nach dem Wechsel verletzt habe. Aber die Freude für Rapid zu spielen, war immer groß. Umso glücklicher bin ich, dass ich zurück bin.“


Alexander Karper

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