Beric laut französischen Medien schon bei St. Etienne

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Es scheint alles so zu kommen, wie erwartet.

Der SK Rapid dürfte den gebetsmühlenartig gepredigten Kampf um Top-Stürmer Robert Beric endgültig verloren haben.

Zumindest, wenn man übereinstimmenden französischen Medienberichten glaubt, die den 24-jährigen Slowenen am Sonntag in St. Etienne erwarten.

Diese wollen bereits wissen, dass der Goalgetter am Sonntag die medizinischen Tests absolvieren und Montag vorgestellt wird.

Franzosen sehen Beric schon bei St. Etienne

Der französische Rekordmeister scheint sich seiner Sache sicher zu sein. Sogar Vertragsdetails werden bereits kolportiert.

Beric soll einen Vierjahresvertrag unterschreiben und Rapid eine Ablösesumme von knapp 5,5 Millionen-Euro plus zusätzliche Boni im Fall von Erfolgen bis zu sieben Millionen einbringen.

Während sich die französischen Gazzetten und Internetportale mit dieser Meldung überschlagen, gibt es jedoch noch keine offizielle Bestätigung.

Schließlich hat Rapid die Rechte am Spieler und muss einem Wechsel erst zustimmen. Dies sei laut Sportdirektor Andreas Müller noch nicht der Fall.

Müller dementiert - noch

Seinen Ausführungen nach ist Beric weiterhin Spieler des SK Rapid, da St. Etienne bisher nicht die Forderungen der Grün-Weißen erfüllen konnte. Trotz finaler Verhandlungen könnte der Deal noch scheitern, da Rapid nicht nachgeben will.

Das Angebot schnellte noch einmal in die Höhe, Reading wurde knapp überboten (5,4 Mio.), und Club Brügge dürfte im finalen Wettbieten nicht mehr mithalten wollen.

Trotzdem könnte nun alles sehr schnell gehen. Sollten sich die Gerüchte bestätigen, würde es nur mehr die wenigsten überraschen.

Der Angreifer wird schon im Heimspiel gegen Mattersburg nicht mehr im Kader stehen.

Das bestätigt Müller vor dem Spiel im TV-Interview: "Um ihn zu schützen, habe wir ihn aus dem Kader genommen. Es ist nur mehr St. Etienne im Rennen. Wir sind in der finalen Entscheidungsphase, aber ich kann noch nichts bestätigen."

Gibt Rapid schlussendlich nach, sind die Aussichten nach einem annähernd adäquaten Ersatz zudem überschaubar.

Schlechte Karten im Poker

Wobei man von Seiten der Hütteldorfer ohnehin nie ausschließen wollte, dass man auch im Falle eines Verkaufs nicht unbedingt mehr aktiv werden würde.

St. Etienne hingegen setzt auch durch die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase alles auf eine Karte.

Trainer Christophe Galtier stellte schon am Freitag unmissverständlich klar: „Entweder Beric oder niemand! Es gibt keinen Plan B, aber wir stehen in Konkurrenz mit anderen Interessenten. Die Verhandlungen mit Beric laufen seit drei Tagen. Er sagte mir, er wird zu uns wechseln, wenn sich Rapid nicht für die Champions League qualifiziert.“

Die verpasste Champions League könnte Rapid im Poker um den Torgaranten nun zum Verhängnis werden. Da scheint auch ein Mega-Vertragsangebot bis 2019 zu weitaus besseren Konditionen als bisher Beric nicht aufhalten zu können.

Mutmaßlich gibt es nach dem Heimspiel gegen Mattersburg mehr Informationen. Nicht auszuschließen, dass der Transfer dann schon in trockenen Tüchern ist.


Alexander Karper

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