"Eigentlich wollte ich keine Leihe mehr"

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Nicht nur Verletzungen, auch Wechsel kommen im Fußballerleben des Daniel Beichler ziemlich kurzfristig.

Auch am Ende dieser Transferperiode war es soweit.

SV Sandhausen, wie sein eigentlicher Arbeitgeber Hertha BSC Berlin ein deutscher Zweitliga-Verein, heißt der neue Klub des 24-Jährigen bis zum Ende der Saison.

Wieder ist es ein Leihgeschäft. So eines hatte der Offensivspieler vergangene Woche noch ausgeschlossen.

"Eigentlich wollte ich auch keine Leihe mehr", sagt Beichler am letzten Tag der Transferperiode im Gespräch mit LAOLA1. "Ich wollte ganz weg. So kommt das Ganze jetzt sehr kurzfristig."

Comeback bei Sturm schien nahe

Geplant hatte Beichler ursprünglich ein Comeback bei Sturm Graz. Die Verhandlungen liefen gut, auch Sturm wollte den verlorenen Sohn wieder aufnehmen. Einziges Problem: Das Geld.

Sturm wollte Beichler fix verpflichten, also wäre eine Ablöse fällig gewesen. Trotz des Abganges von Darko Bodul zu Odense BK hätte man für eine Heimholaktion einen Investor gebraucht.

Den gab es anscheinend auch. "Ich war mir mit Sturm einig, auch einen Investor sollte es geben", sagt Beichler.

Sturms Investor sprang ab

Doch dieser meldete sich anscheinend nicht mehr. "Mir wurde dann mitgeteilt, dass ich noch bis Donnerstagmittag warten soll. Das war mir dann aber zu heiß, auch wenn ich sehr gerne zu Sturm gegangen wäre", erzählt der Rechtsfuß.

Sturms sportlicher Geschäftsführer Ayhan Tumani wollte zu der Caua gegenüber LAOLA1 keinen Kommentar abgeben.

Letztlich zählt für Beichler aber seit seiner überstandenen Verletzung nur eines: Einsatzzeit. Und diese wird er bei Hertha BSC nicht bekommen.

Sandhausen drängte auf Entscheidung

"Mir haben die Verantwortlichen in Berlin noch einmal sehr deutlich gesagt, dass es für mich in diesem halben Jahr schwer werden würde, wenn ich bleibe", sagt Beichler, der zuletzt im November für die zweite Mannschaft der Hertha im Einsatz war.

Mit dem SV Sandhausen war der gebürtige Grazer parallel in Kontakt. Dort wollte man möglichst schnell eine Entscheidung, da auch noch andere Kandidaten für die Offensive in Frage gekommen wären.

So geht Beichler bis Sommer beim Aufsteiger in die zweite Bundesliga auf Torjagd. Der Klub aus Baden-Württemberg steckt nach der Hinrunde als Vorletzter mitten im Abstiegskampf.

 

Andreas Terler

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