Baumgartner ist ein Violetter

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Die Tinte trocken.

Was sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet hat, ist nun fix.

Gerald Baumgartner wird neuer Trainer des FK Austria Wien.

Vertrag bis 2016

Der 49-Jährige kommt von Zweitligist SKN St. Pölten zu den Veilchen und wird somit erstmals einen Bundesliga-Klub betreuen.

Der Salzburger folgt Herbert Gager, der erst im Frühjahr für Nenad Bjelica übernommen hatte, nach und erhält einen Vertrag bis 2016 plus Option auf eine weitere Saison.

Cup-Schreck als Plan B

Baumgartner ist der Plan B der violetten Führungsriege, die sich zunächst um Manfred Schmid bemühte, sich mit dem 1. FC Köln aber nicht über eine Ablösesumme für den Co-Trainer von Peter Stöger einig wurde.

Doch auch für den Salzburger ist eine Ablösesumme fällig, hatte dieser doch einen laufenden Vertrag mit St. Pölten.

Mit den Niederösterreichern erreichte der Coach in der abgelaufenen Saison das Cup-Finale. 2012/13 konnte er diesen Bewerb mit Drittligist Pasching im Endspiel gegen die Austria gewinnen.

Violette Vergangenheit

Für den neuen Trainer ist Wien-Favoriten kein unbekanntes Pflaster. Als Stürmer wechselte er im Sommer 1987 von Austria Salzburg zu den Veilchen, wo er jedoch nicht glücklich wurde.

In seiner ersten Saison beim FAK war Baumgartner so etwas wie der Edeljoker, in der zweiten Saison kam er in keinem Pflichtspiel mehr zum Einsatz und kehrte in die Mozartstadt zurück.

Trainerausbildung bei den "Bullen"

Dort startete Baumgartner auch seine Trainerkarriere. Zunächst als Co-Trainer bei den Red Bull Juniors, ab April 2011 war er Hauptverantwortlicher für die Salzburger Talente.

Im Jänner 2012 übersiedelte der Trainer nach Pasching, im September 2013 übernahm er schließlich den Posten in St. Pölten.

Zeiten des Umbruchs

Auf Baumgartner wartet bei der Austria nun eine interessante Aufgabe. Der Verein befindet sich gerade im Umbruch, zahlreiche Spieler werden mit anderen Klubs in Verbindung gebracht bzw. sind abwanderungswillig. Zudem wird ein neuer Sportvorstand gesucht.

Konditionstrainer Martin Mayer und Tormanntrainer Franz Gruber bleiben weiterhin an Bord. Noch offen ist indes, wer künftig als Co-Trainer Baumgartners fungieren wird.

Das Ziel der Violetten, die einen Europacup-Startplatz verpasst haben, für die kommende Saison ist bereits seit Wochen formuliert – zumindest Platz zwei in der Meisterschaft. Das würde zur Teilnahme an der CL-Qualifikation berechtigen.

"Ich weiß, für welche Art des Fußballs dieser Klub steht"

Gerald Baumgartner sagt auf der Klub-Homepage: "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und Herausforderung beim FK Austria Wien. Ich weiß, für welche Art des Fußballs dieser Klub steht und will meinen Stil so schnell wie möglich in die Mannschaft implizieren."

"Ich verlange von mir selbst sehr viel und dementsprechend auch vom ganzen Team. Je besser wir arbeiten, desto schneller wird die Mannschaft unser Konzept begreifen und umsetzen. Ich freue mich darauf, mit Spielern dieser Qualität zu arbeiten."

"Er will das typische Austria-Spiel umsetzen"

Thomas Parits erklärt: "Wir sind von den Qualitäten Gerald Baumgartners absolut überzeugt. Er hat uns in den letzten Jahren nicht nur mit großen Erfolgen auf sportlicher Ebene imponiert, sondern auch mit seiner Spiel-Philosophie viel bewegt."

"In den Gesprächen wurde ganz klar thematisiert, für welche Art von Fußball die Austria steht. Er will dieses offensive, typische Austria-Spiel umsetzen. Wir werden gut gerüstet in die Saison gehen und ich bin davon überzeugt, dass die Austria schon bald wieder begeisternden Fußball zeigen wird."


Harald Prantl

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