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Mit 26 Spielern ist die Wiener Austria Mittwoch-Früh in Richtung Belek aufgebrochen.

Dabei ist freilich auch der neue Sportdirektor Franz Wohlfahrt. Der Kärntner hat seine ersten Tage in seinem neuen Job bereits hinter sich gebracht.

„Es ist – wie erwartet – viel zu tun. Eine spannende Zeit“, sagt der 50-Jährige, als ihn LAOLA1 telefonisch in Istanbul, wo die Veilchen eine Zwischenlandung einlegten, erreicht.

Auf das Camp in der Türkei freue er sich natürlich: „Ich habe hier Zeit, viele Gespräche zu führen, jene Leute, die ich noch nicht so gut kenne, näher kennenzulernen.“

Über mögliche Neuzugänge (Holzhauser ist da!) sagt der Sportdirektor: „Wir überlegen uns, auch jüngere Spieler zu uns zu holen, die in der Lage sind, in relativ kurzer Zeit in der Mannschaft eine Rolle zu spielen. Das ist unser Weg. Was die Offensive betrifft, haben wir unser Programm übrigens abgeschlossen.“

"Ich muss davon ausgehen, dass er gehen will"

Nicht mit den Profis ins Hotel „Titanic“ reisen durfte indessen Sascha Horvath. Der Alltag des 18-Jährigen sieht zunächst eine Vorbereitung bei den Amateuren vor.

„Wir müssen auch jetzt in der Vorbereitung schon schauen, wie es über den Sommer hinaus aussieht. Ich muss davon ausgehen, dass er den Verein verlassen will. Also konzentriere ich mich auf jene Spieler, von denen ich weiß, dass ich sie länger habe“, begründet Wohlfahrt die Entscheidung.

"Fände es schön, würden wir eine Lösung finden"

Er konkretisiert: „Sein Management und er haben seit Herbst ein Angebot vorliegen. Das wurde seit damals nicht mehr kommentiert, es gibt keine Antwort. Für mich persönlich ist es ein klares Signal, dass sich der Spieler nicht wünscht, über den Sommer hinaus bei uns zu bleiben.“

Wobei Wohlfahrt ein Happy End begrüßen würde: „Wenn es zu einer Lösung kommen würde, fände ich es schön. Wir wollen den Spieler ja nicht verlieren. Wir werden selbstverständlich noch einmal probieren, ihn bei uns zu halten.“

Es wird auf Prokop gesetzt

Weil es aber derzeit so gar nicht danach aussieht, baut die Austria auf einen jungen Mann, der von seinen Anlagen her Horvath sehr ähnelt – Dominik Prokop.

Der 17-Jährige ist offensiver Mittelfeldspieler, unter 1,70 Meter groß, technisch überaus beschlagen, ballsicher und mit dem Auge für den richtigen Pass.

Im Herbst hat der ÖFB-Nachwuchsinternationale in der Regionalliga Ost, in der er insgesamt bereits 41 Mal aufgelaufen ist, zahlreiche Talentproben abgegeben und durfte im Oktober auch in zwei Testspielen der Profis sein Können unter Beweis stellen. „Ein großes Talent“, findet Wohlfahrt.

Harald Prantl

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