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Am Verteilerkreis gilt folgende Faustregel: Wenn Markus Kraetschmer Gerüchte über Verhandlungen bestätigt, sind die Gespräche schon sehr weit fortgeschritten.

Zum Thema Manfred Schmid sagt der AG-Vorstand der Violetten: „Ich kann bestätigen, dass es ein persönliches Gespräch mit ihm gegeben hat. Es war ein gutes Gespräch.“

„Freut uns, dass er interessiert ist“

Wenngleich der Wiener natürlich festgehalten wissen will, dass es auf der Suche nach einem neuen Trainer auch „telefonische und persönliche“ Gespräche mit weiteren Kandidaten gegeben hat.

Obwohl Kraetschmer das nicht ausspricht, ist klar, dass der Co-Trainer des 1. FC Köln von Seiten der Violetten Favorit auf den Posten des Cheftrainers ist.

Schmid selbst zeigt sich laut Kraetschmer interessiert: „Er hat uns gesagt, dass die Austria grundsätzlich ein Thema ist. Das freut uns, dass er interessiert ist.“

Details noch zu klären

LAOLA1-Informationen zufolge sind jedoch noch einige Details zu klären. So will Schmid etwa die Struktur innerhalb des Trainerteams verändern. Im Raum steht beispielsweise ein Video-Analyst.

Auch die Dauer des Vertrags soll noch ein Thema sein. Die Austria bietet dem 43-Jährigen einen Zweijahres-Vertrag an, dieser will jedoch drei Jahre an den FAK gebunden werden.

Schmadtke ist vorbereitet

Wenn eine Einigung bezüglich all dieser Punkte erzielt ist, geht es in die nächste Runde. Dann muss sich die Austria nämlich mit dem 1. FC Köln einigen.

Manager Jörg Schmadtke ist jedenfalls vorbereitet, wie er im „Express“ erklärt: „Er hat mir von dem Interesse erzählt. Ich habe gesagt: Hör dir das an, dann sprechen wir. Aber er ist ja mehr als ein Co-Trainer, wir würden ihn nur ungern verlieren.“

Peter Stöger stößt gegenüber der deutschen Zeitung ins selbe Horn: „Ich würde ihn natürlich sehr ungern verlieren. Aber wer mich kennt, weiß auch: Ich halte niemanden auf, der unbedingt weg will.“

Alles in allem scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bevor die Veilchen ihren langjährigen Spieler als neuen Chefcoach präsentieren.

Namedropping bei der Parits-Nachfolge

Wesentlich länger wird es dauern, bis die Wiener einen Nachfolger für Thomas Parits, dessen Vertrag als Sport-Vorstand noch um ein Abschieds-Jahr verlängert wurde, gefunden haben.

Immerhin tauchen erste Namen auf. Kraetschmer will das aber nicht überbewerten: „Es ist vollkommen klar, dass das Namedropping beginnt, dass sich verschiedene Leute in Position bringen.“

Die „Krone“ bringt Ex-Profi Jocelyn Blanchard ins Spiel, der „Kurier“ Wr. Neustadts Manager Günter Kreissl. Letzterer sagt auf Nachfrage von LAOLA1: „Es ehrt mich, dass ich überhaupt gerüchteweise genannt werde. Mit mir hat von Austria-Seite noch nie jemand gesprochen.“

Wer auch immer Parits‘ Erbe antritt, es müsste schon viel schieflaufen, dass er nicht mit Manfred Schmid als Trainer arbeiten müsste.

Harald Prantl

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