"Ich kann Führungsspieler sein"

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"Ich kann ein Führungsspieler sein"

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„Das Kapitel Stuttgart ist für mich abgeschlossen. Es war an der Zeit, eine neue Seite zu öffnen“, sagt Raphael Holzhauser.

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Immerhin war der 21-Jährige in den vergangenen fünfeinhalb Jahren Spieler des VfB, hat 33 Pflichtspiele für die Profis gemacht.

Und ganz so schlecht, wie der erste Satz klingt, sind seine Erinnerungen an Stuttgart dann doch wieder nicht: „Auch, wenn das letzte Halbjahr nicht ideal gelaufen ist, bin ich froh, in Stuttgart gewesen zu sein. Ich habe sehr, sehr viel gelernt und bin dem Verein auch sehr dankbar. Ich bin selbstständiger und erfahrener als andere 21-Jährige. Ich kann mich alleine durchsetzen.“

„Ich habe die Situation gut angenommen“

Nur in den vergangenen Monaten lief es eben nicht mehr richtig rund. Zunächst die Leihe nach Augsburg, die „der richtige Schritt“ gewesen sei, aber nach seiner Verletzung sei es eben schwierig gewesen. Dann die Rückversetzung zu den Amateuren des VfB.

„Es hat eigentlich keine richtige Begründung gegeben. Die Situation war nicht einfach, aber ich denke, ich habe sie gut angenommen und in der dritten Liga meine Spiele gemacht“, so der Niederösterreicher rückblickend.

„Ich habe meine Fehler gemacht“

Wenn es nicht so gut läuft, hinterfragt man sich auch. „Natürlich überlegt man da, was man an sich selbst ändern kann. Etwa, ob man noch disziplinierter mit seiner Ernährung umgehen kann“, so Holzhauser.

Der Blondschopf weiter: „Natürlich habe ich meine Fehler gemacht, das ist ja auch menschlich. Aber seit einem Jahr bin ich wieder auf einem guten Weg. Vielleicht hätte ich ein bisschen früher mehr machen können. Als 16-Jähriger kapiert man noch nicht, was man als 21-Jähriger macht.“

„Es kann schon sein, dass meine sportliche Entwicklung ein bisschen stehengeblieben ist, aber ich blicke nach vorne, bin frohen Mutes“, gibt sich der frühere Nachwuchs-Internationale durchaus selbstkritisch.

„Ich fühle mich auf der Acht am wohlsten“

Doch das ist Vergangenheit. Holzhauser ist nach Österreich zurückgekehrt. „Weil ich bei der Austria die größten Möglichkeiten, wieder konstant meine Leistungen zu bringen, gesehen habe“, begründet er den Schritt.

Schon im Sommer habe es erstmals Kontakt zu den Veilchen gegeben. In den Tagen vor seinem Transfer habe er ständig mit Sportdirektor Franz Wohlfahrt Kontakt gehabt: „Ich habe das große Bemühen der Austria gespürt.“

In Wien-Favoriten soll der U19-EM-Teilnehmer von 2010 das Zentrum verstärken. „Dort habe ich ganz klar meine Stärken – auf der Acht oder der Sechs. Am wohlsten fühle ich mich aber auf der Acht, wenn ich das Bindeglied zwischen Offensive und Defensive bin. Auf dieser Position ist es auch meine Aufgabe, viel am Spielfeld zu coachen, was eine meiner Stärken ist.“

„Ich will in diese Rolle reinwachsen“

Doch nicht nur auf dem Feld will Holzhauser ein Leader sein: „Ich kann auf jeden Fall ein Führungsspieler sein. Ich habe 36 Mal in der deutschen Bundesliga gespielt, war lange Zeit Kapitän des U21-Nationalteams, kenne also diese Rolle. Mein Ziel ist es, auch bei der Austria in diese Rolle reinzuwachsen.“

Dem 1,93 Meter großen Kicker ist anzumerken, dass er nur so vor Tatendrang sprüht: „Ich bin hochmotiviert. Ich freue mich schon, wenn es endlich losgeht!“

Harald Prantl

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