Der Gegner im Kopf

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Kurzum: Es fehlt das Selbstvertrauen. Da, wo vor einigen Monaten noch die Gewissheit, man wird das Spiel gewinnen, war, sind nun Zweifel.

„Ohne Selbstvertrauen hast du bei jedem Ballkontakt Angst, da ist jede Ballannahme anders“, erklärt Bjelica, „wer selbst einmal auf diesem Niveau gespielt hat, weiß, dass man viel Selbstvertrauen braucht, um die Leichtigkeit in den Füßen zu haben. Dieses Selbstvertrauen kriegt man durch Siege. Wir brauchen einen Sieg, dann werden wir auch besser ausschauen.“

Eine Frage der Geduld

Das wissen freilich auch die Spieler. Und sie wollen diesen Sieg dringend. So dringend, dass ihnen oft die Geduld fehlt, um ihn tatsächlich einzufahren.

Nach dem Derby gab Markus Suttner zu: „Wir haben zu ungeduldig gespielt. Vor allem nach der Pause haben wir unnötig viele Bälle vorne reingespielt, die nie und nimmer gehen.“

Stankovic: „Wir haben in den entscheidenden Momenten die falschen Entscheidungen getroffen. Wir wollten den entscheidenden Pass vielleicht zu früh spielen, anstatt Rapid mehr laufen zu lassen und sie so müde zu machen.“

Mit Ruhe zum Erfolg, Ruhe durch Erfolg

„Die Leute sehen es natürlich nicht gerne, wenn man hinten den Ball zirkulieren lässt, aber man kommt eher mit Ruhe zum Erfolg“, weiß der 27-Jährige.

Und mit dem Erfolg kommt wiederum die Ruhe. „Es helfen uns nur drei Punkte, um alles wieder in die richtigen Bahnen zu lenken“, bringt es der Mittelfeldspieler auf den Punkt.

Denn eigentlich ist es ja kompliziert genug, sich mit dem tatsächlich anwesenden Gegner auf dem Feld auseinanderzusetzen.


Harald Prantl/Martin Wechtl/Alexander Karper

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