Rapid-Torjäger Alar freut sich auf Neuzugang Boyd

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Was Rapid-Trainer Peter Schöttel wohl zu dieser Performance gesagt hätte?

Vor seinem Einstieg in die Vorbereitung überprüfte Deni Alar seine Treffsicherheit am „schnellsten Torhüter der Welt“.

Die Bilanz: Neun von zehn Versuchen landeten am „Robokeeper“ oder gingen knapp neben das Tor.

Cristiano Ronaldo ließ grüßen, aber dazu später mehr.

Mit seinem einzigen Treffer – im letzten Versuch - rettete der Steirer dann aber nicht nur seine Stürmer-Ehre, sondern auch sein Promi-Team in die Verlängerung.

Und am Ende durfte er gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Pokal stemmen.

Laktat-Tests zum Auftakt

Anders als im Sprichwort kam beim 22-Jährigen erst das Vergnügen, seit Donnerstag geht er wieder zur Arbeit.

Drei Wochen Urlaub waren trotz zwischenzeitlichem Abstecher zum U21-Nationalteam genug: „Ich bin froh, dass es endlich losgeht!“

Los ging es traditionell mit Laktat-Tests, um zu schauen, wie der aktuelle Trainingszustand aussieht.

Sorgen, dass er im Urlaub zu wenig gemacht oder zu arg über die Stränge geschlagen hat, plagen Alar im Gespräch mit LAOLA1 nicht.

„Jeder Spieler muss selbst wissen, was er braucht. Ich war ein paar Mal laufen, aber vor allem habe ich geschaut, dass ich abschalte und mich erhole.“

20 Tore als Qualitätssiegel

Denn es wartet neue Konkurrenz im grün-weißen Angriff: US-Teamspieler Terrence Boyd (LAOLA1 hat berichtet).

Der mit 9 Treffern beste Rapid-Torschütze der letzten Saison weiß noch nicht viel über den Angreifer von Borussia Dortmund, nur so viel:

„Wenn einer 20 Tore in der Regionalliga in Deutschland schießt, dann hat er Qualität. Schön, dass wir so eine Verstärkung bekommen haben.“

Dass der Neuzugang Probleme bei der Eingewöhnung hat, glaubt Alar nicht. „Er kommt von Dortmund, die sind noch eine Nummer größer als Rapid!“

Der Knoten platzte erst spät

Wie schwer dagegen die Umstellung von einem kleinen Verein wie Kapfenberg zu Rapid sein kann, hat der Stürmer vor rund einem Jahr selbst erlebt.

Die Vorschusslorbeeren lasteten schwer auf den Schultern des Youngsters.

Bis zur 9. Runde musste er auf sein erstes Tor für die Hütteldorfer, bis zur 26. Runde auf das Platzen des Knotens warten.

Gut spielen war zu wenig

Was hat er also für einen Tipp, sollte es bei Boyd nicht gleich laufen?

„Man muss sich und seinen Stärken treu bleiben, so habe ich es gemacht. Natürlich wird es für ihn eine Umstellung sein, bei uns sind andere Laufwege, die Mitspieler ticken anders, aber wir werden es ihm so leicht wie möglich machen“, verspricht Alar, der in den letzten 10 Runden sieben Mal getroffen hat, drei Mal davon im Doppelpack.

Das hat Selbstvertrauen für die zweite Saison in Hütteldorf gegeben.

„Ich habe gelernt, dass man gut spielen kann und keinen interessiert es. Stürmer werden an Toren gemessen, deshalb war es extrem wichtig, dass ich zum Schluss getroffen habe.“

"Schaue Ronaldo gerne zu"

Tore wären auch für Cristiano Ronaldo wichtig, denn bislang blieb der teuerste Spieler der EURO 2012 weit hinter den Erwartungen.

Deni Alar schaut ihm trotzdem gerne auf die Millionen-Beine. „Er macht Sachen, die kann sonst keiner. Hoffentlich ist nicht nach der Vorrunde schon Schluss“, outet sich der „Vielschauer“ als CR7-Fan.

Ansonsten lautet das Motto „Zuschauen, abschauen, umsetzen“, denn gerade an starken Stürmern mangelt es bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine nicht.

Die Großen unter sich?

Neben Triple-Gomez hat Deni Alar vor allem die russische Offensiv-Power beeindruckt. „Sie werden sehr weit kommen“, glaubt die Nummer 33 von Rapid.

„Aber den Titel werden sich wieder die großen Nationen untereinander ausmachen.“

Und wer stemmt den EURO-Pott? „Am Ende gewinnen doch immer die Deutschen, oder?“

Stephan Schwabl

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