"Projekt Schrott beendet"

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"Weber ist kalt wie ein Fisch"

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„Für mich war das Projekt Schrott beendet.“

Diese Erkenntnis gewann Didi Kühbauer nach der 0:2-Niederlage zum Auftakt gegen die SV Ried.

Der Tiroler machte auf der Position des Linksverteidigers gar keine gute Figur.

Lediglich 52,9 Prozent gewonnene Zweikämpfe, enttäuschende zwölf Fehlpässe (bei 30 angekommenen) und beide Gegentore über seine Seite.

Nur noch in der Zentrale

„In der Innenverteidigung ist er um zwei Klassen stärker.“

„Deswegen wird er bei mir nur noch dort zum Zug kommen. Das ist besser für ihn und für uns“, so der Admira-Coach.

Der eiskalte Weber

Beim 5:1-Heimsieg gegen Zalgiris Vilnius durfte also Thomas Weber auf dieser Position ran. Und machte seine Sache gut.

„Weber ist ein 'Scheiß-mi-nix'. Er hat wieder gezeigt, dass er kalt wie ein Fisch ist“, spendet Kühbauer dem 19-Jährigen Lob.

Wessely fehlt die Praxis

Dennoch überraschte es ein wenig, dass er gegenüber Patrick Wessely den Vorzug bekam. Der 18-Jährige war zuletzt nämlich im Kader mit dabei – im Gegensatz zu „Websi“.

Doch auch dafür hat der Trainer eine gute Erklärung parat: „Wessely ist auch ein sehr guter Linksverteidiger, aber er hat eigentlich noch nie bei uns gespielt. Weber hat im Frühjahr schon zwei gute Spiele bei den Profis gemacht.“

Zudem stünde Letzterer im Rhythmus, da er bei den Amateuren gespielt habe, während Ersterer bei den Profis auf der Tribüne saß.

Eine Rochade

Nun wird rochiert. Weber bleibt in der Kampfmannschaft, Wessely macht den Schritt zurück zu den Amateuren: „Er braucht Spiele und kriegt sie dort.“

Wenn der Youngster bei den Juniors aber überzeugt, kann es sehr schnell wieder nach oben gehen.

Beim Auswärtsspiel in Innsbruck wird Weber am Sonntag sein drittes Bundesliga-Spiel machen. Denn Stephan Auer ist noch nicht ganz fit und Stephan Palla fällt wegen eines Rippenbruchs sowieso noch länger aus.

Schrott oder Pöllhuber?

Dennoch ist es möglich, dass auch Schrott in seiner Heimat zum Einsatz kommt. Denn mit Kapitän Richard Windbichler ist ein Innenverteidiger gesperrt.

Es hat jedoch den Anschein, als ob Neuzugang Peter Pöllhuber den Vorzug bekommen würde.


Harald Prantl

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