Das Haupt-Problem der Admira

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Knaller: "Uns fehlt ein Knipser"

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Gute, oder schlechte Zeiten?

Die Admira ist die einzige Mannschaft, die im Frühjahr noch auf einen Sieg wartet.

Dennoch läuten bei den Südstädtern nicht die Alarmglocken – zumindest wird es nach außen hin so kommuniziert.

Zwar blieb ein volles Erfolgserlebnis am vergangenen Wochenende gegen die Wiener Austria wieder aus, die Niederösterreicher erkämpften nach dem späten 0:1 aber immerhin noch ein Remis.

Diese 90 Minuten waren sinnbildlich für das Auftreten der Knaller-Elf seit Jahreswechsel: Brav gekämpft, Chancen herausgespielt, doch drei Punkte  wurden aufgrund der fehlenden Kaltschnäuzigkeit verfehlt.

„Uns fehlt ein Knipser“

Die Chancenverwertung lag vor der Partie bei nur 10 Prozent, verbessern konnte man diesen Wert nicht, denn auch gegen die Wiener wurden wieder einmal gute Möglichkeiten ausgelassen. Dass es mit Markus Katzer einem Verteidiger vorbehalten war, den Ball zum 1:1 über die Linie zu drücken, kam daher nicht überraschend.

„Uns fehlt ein Knipser, ein Spieler, der über Monate seine Tore schießt. Deswegen müssen wir für Tore unheimlich viel investieren. Wir haben niemanden in unseren Reihen, der das Spiel alleine entscheiden kann“,  macht sich auch Walter Knaller seine Gedanken.

Wahre Worte. Denn nur bei der Admira erzielte kein Kaderspieler bisher mehr als vier Saisontore. Eine Standpauke wird es vom 57-Jährigen deswegen aber nicht geben.

 „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Wir haben gegen die Austria wieder alles investiert, was wir zur Verfügung haben.  Wenn jemand den Ball nicht ins Tor schießt, macht er es ja nicht absichtlich. Deswegen müssen wir weiter hart arbeiten.“

Der Hänger im zweiten Saisonviertel

Laut dem Admira-Coach fehlt zurzeit einfach „ein Befreiungsschlag in Form eines Sieges“. Die brenzlige Lage und der Absturz ans Tabellenende sei nicht im Frühjahr entstanden, sondern die Nachwehen für ein komplett verkorkstes zweites Saisonviertel.

„Wir haben aus den letzten sieben Spielen sieben Punkte geholt. Das ist in Ordnung. Ich würde derzeit nicht von einer Krise sprechen. Wir haben aber heuer leider einen richtigen Hänger gehabt – und zwar im zweiten Viertel. Da haben wir nur drei Punkte geholt – drei Mal gab es ein Remis.“

So paradox es klingt: Obwohl die Admira seit zwei Runden die Rote Laterne übernommen hat, sieht Knaller die Niederösterreicher auf dem richtigen Weg.

„Unser Spiel ist besser geworden“

„Unser Spiel ist besser geworden – sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Wir sind immer knapp  an einem Sieg dran, hätten heuer mit Ausnahme der Begegnung gegen Salzburg jedes Spiel gewinnen können – die Partie in Altach sogar fast müssen.“

Das Match gegen die Austria gibt der Admira-Legende jedenfalls Hoffnung.

„Und wenn wir so weiterarbeiten, wird uns bald der Befreiungsschlag gelingen“, so Knaller.

Vielleicht schon gegen Sturm.

 

Martin Wechtl

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