Der "Zauberer" legt los

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"Lederer steht auf Spielertypen wie mich“

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Im Fußball kann es schnell gehen.

Die Admira katapultierte sich am vergangenen Spieltag mit dem 2:1-Heimieg gegen die Wiener Austria vom neunten auf den vierten Platz.

Einen ähnlichen Aufstieg erlebte zuletzt Eldis Bajrami.

Vor ein paar Monaten kickte der 21-Jährige noch bei den Rapid-Amateuren in der Regionalliga Ost.

Seit Sommer steht er leihweise für ein Jahr bei den Südstädtern unter Vertrag. Den ganz großen Durchbruch hat der Flügelflitzer aber indirekt Thorsten Schick zu verdanken.

Denn seit dem Wechsel des Steirers zu Sturm Graz ist Bajrami Stammspieler.

Und mit drei Treffern in den letzten zwei Spielen (2x gegen Neustadt, 1x gegen Austria) ist er mittlerweile gemeinsam mit Rene Schicker sogar der aktuelle Top-Torschütze der Niederösterreicher.

Freude über Treffer gegen Austria

„Speziell das Tor gegen die Austria freut mich natürlich. Als Rapid-Leihgabe hoffe ich, dass ich damit auch den grün-weißen Fans eine Freude bereitet habe. Viel wichtiger waren aber natürlich die drei Punkte“, gesteht Bajrami im Gespräch mit LAOLA1.

Sein Lauf kommt auch für ihn „etwas überraschend“. Weniger überrascht ist Trainer Walter Knaller von der Entwicklung seines Schützlings.

„Er passt zur Philosophie des Vereins. Denn wir sind ein Ausbildungsklub. Wir wollen jungen Spielern die Chance geben, in der Bundesliga zu spielen. Sie sollen sich weiterentwickeln, steigern und damit auch uns helfen. Und Eldis hat nach dem Schick-Abgang seine Chance genutzt“, so der Kärntner.

Keine Perspektive bei Rapid

Dabei verließ der Mazedonier, der in Österreich geboren wurde, Rapid nur aufgrund fehlender Perspektiven bei den Profis. Gerade einmal sieben Minuten betrug seine Einsatzzeit in der abgelaufenen Saison.

Ein Leihgeschäft war nach zahlreichen Gesprächen mit SCR-Coach Zoran Barics die vernünftigste Lösung.

„Da ich bei Rapid nicht zum Einsatz gekommen bin, hat es mich zur Admira verschlagen. Oliver Lederer steht auf Spielertypen wie mich – Gott sei Dank. Ich traue mir in der Offensive etwas zu, versuche, nach innen zu ziehen und den Abschluss zu suchen.“

„Admira ist eine gute Mannschaft“

Das Umfeld sei natürlich komplett anders als in Hütteldorf, „aber die Admira ist eine gute Mannschaft. Ich denke, es wird ein gutes Jahr werden.“

Was danach passiert, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Mit einer  Rückkehr zu Rapid, einem Verbleib in Maria Enzersdorf oder gar ganz etwas Neuem, möchte sich der vierfache Teamspieler der mazedonischen U21-Nationalmannschaft noch nicht beschäftigen. „Jetzt bin ich einmal eine Saison hier und werde mein Bestes  geben. Dann schauen wir weiter.

Sagen kann Bajrami jedoch, warum sein Spitzname „der Zauberer“ ist. „So haben mich die Fans bei den Rapid-Amateuren irgendwann genannt, weil ich hin und wieder ein paar Kunststücke auspacke“, grinst der Youngster.

Es kann eben schnell gehen…

 

Martin Wechtl

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