Die Torfabrik träumt von Europa

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Die Admira setzt zum Endspurt an. Und wie.

Seit fünf Spielen sind die Südstädter nun schon ungeschlagen. Die Belohnung: Der internationale Startplatz ist aus eigener Kraft zu erreichen.

Danach sah es zu Beginn des Frühjahrs gar nicht aus. Lediglich zehn Punkte holten die Niederösterreicher aus den ersten neun Spielen 2012.

Dem Tief folgt ein Hoch

In den vergangenen fünf Runden konnten unterdessen 13 Zähler eingefahren werden. Drei Siege in Folge, das ist der Truppe von Trainer Didi Kühbauer in dieser Saison bisher noch nicht gelungen.

„Wir hatten eine Phase, in der es nicht so gut gelaufen ist. Umso glücklicher sind wir, dass es jetzt wieder funktioniert“, strahlt Benjamin Sulimani.

Die Torfabrik der Liga

Dieser Umstand ist vor allem der Offensive geschuldet. 13 Treffer hat der Aufsteiger während seines Erfolgslaufs erzielt, das ergibt durchschnittlich 2,6 Tore pro Partie. Da macht es dann auch nichts, dass seit acht Matches nicht mehr zu Null gespielt wurde.

Dessen nicht genug, ist die Admira die Torfabrik der Liga. 55 Tore bejubelten ihre Fans in 33 Runden. Da kommt nicht einmal Spitzenreiter Salzburg mit seinen 51 Treffern mit. Und der Rest der Liga schon gar nicht.

„Wir haben gewusst, dass wir die Qualität haben, Tore zu schießen. Dass wir die meisten Treffer erzielen, hätte ich mir aber nie gedacht“, ist Sulimani etwas überrascht.

Jeder kann treffen

Das Erfolgsgeheimnis liegt nicht zuletzt darin, dass die Verantwortung des Toreschießens auf zahlreiche Schultern aufgeteilt ist. Nicht weniger als 16 Akteure haben sich bereits in die Schützenliste eingetragen.

Auch in dieser Kategorie sind die Südstädter Ligaspitze. An zweiter Stelle rangieren übrigens Salzburg und Sturm Graz mit jeweils 14 Saisontorschützen.

In der eigenen Hand

Und nun darf von der Europa League geträumt werden. Drei Punkte Vorsprung hat die Kühbauer-Elf auf ihren ersten Verfolger, die Wiener Austria.

Dennoch steigt Sulimani auf die Bremse: „Woche für Woche wird über Europa gesprochen. Aber wir schauen einfach von Spiel zu Spiel.“

Issiaka Ouedraogo lehnt sich da schon ein wenig weiter aus dem Fenster: „Für den Trainer ist die Europa League kein Thema, wir Spieler wollen das aber schon schaffen.“

Auch Kühbauer denkt an Europa

Doch auch Kühbauer spricht nach dem Erfolg gegen die Violetten von einem internationalen Startplatz. Wenn auch nur verhalten: „Wir denken schon an eine Europacup-Teilnahme, aber vor allem konzentrieren wir uns immer auf das nächste Spiel.“

Nachsatz: „Wir sind immer noch der Aufsteiger.“ Ein ganz starker aber. Und einer, der für eine der größten Überraschungen in dieser Saison sorgen kann, wenn ihm im Endspurt nicht die Luft ausgeht.


Harald Prantl/Martin Wechtl

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