Endlich Bundesliga!

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„Ich wollte schon im Sommer wechseln“, gibt Konstantin Kerschbaumer unumwunden zu.

Einige Klubs aus der Bundesliga sollen Interesse an einer Verpflichtung des Tullners gehabt haben. Doch sein Klub, der SKN St. Pölten, legte sich quer.

„Die Ablösesumme war relativ hoch und St. Pölten wollte, dass ich noch bleibe, weil wir in der Europa League gut dabei waren und auch in der Meisterschaft oben mitgespielt haben. Ich habe das akzeptiert“, sagt der 22-Jährige.

„Es war vom Kopf her nicht einfach“

Der vergangene Herbst hat dann nicht unbedingt dazu beigetragen, dass sich der Mittelfeldspieler mit der Entscheidung der Niederösterreicher anfreunden konnte: „Es war ein schweres Halbjahr. Mein Wechsel hat nicht geklappt, wir sind in der Liga hinten reingerutscht. Es war vom Kopf her nicht leicht.“

„Es war sportlich ein Auf und Ab. Die Europa-League-Spiele waren ein unglaubliches Hoch und dann haben wir auf einmal gegen den Abstieg gespielt“, lässt er die vergangenen Monate Revue passieren.

Glücksfall Thürauer

Kontakt zu Admira-Coach Oliver Lederer habe schon seit einiger Zeit bestanden, verrät er. Doch die Südstädter konnten die Ablösesumme nicht stemmen. Weil St. Pölten aber Lukas Thürauer unbedingt zurückholen wollte, ergab sich plötzlich doch noch eine Chance.

„Er ist ein Spieler, bei dem es normalerweise zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich ist, ihn zu holen – ein extremer Glücksgriff“, freut sich Lederer, dass der Admira der Coup gelungen ist.

Kerschbaumer selbst hat natürlich keinen Zweifel daran, dass er in der Südstadt gut aufgehoben ist: „Hier haben sich immer wieder junge Spieler gut entwickelt. Es ist der richtige Verein für meinen nächsten Schritt.“

Auf der Acht

Dass er nun eine Klasse höher spielt, hat er in der Vorbereitung bereits gemerkt: „Es ist alles ein bisschen anders. Man merkt, dass das hier die Bundesliga ist. Die tägliche Arbeit im Training ist intensiver, jeder arbeitet ein bisschen härter.“

So natürlich auch er selbst, um seine Stärken auch gegen stärkere Gegner ausspielen zu können: „Mich zeichnet neben meiner Laufstärke aus, dass ich nach vorne und nach hinten gut umschalten kann. Ich bin außerdem torgefährlich.“

Eingeplant ist der Niederösterreicher auf der Achter-Position. „Das ist mir auch am liebsten. Da kann ich mich ins Spiel nach vorne einschalten und nach hinten arbeiten“, sagt er. Nachsatz: „Ich habe mir vorgenommen, in jedem Spiel meine Leistung zu bringen. Unterm Strich werden dann schon ein paar Tore und Assists herausschauen.“

„Wir erwarten sehr viel von ihm“

Lederer erhofft sich jedenfalls einiges von ihm: „Er hat sehr viel Qualität und diese auch schon bewiesen. Es gilt, ihm nicht zu viel Druck aufzuerlegen. Aber wir erwarten sehr viel von ihm. Man darf aber nicht vergessen, dass er noch nie Bundesliga gespielt hat.“

Jetzt ist es aber soweit. Endlich. „Ich freue mich schon riesig darauf“, strahlt der Neo-Admiraner.

Harald Prantl

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