"Herbstmeistertitel ist für uns kein Thema"

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Bereits vor der 14. Runde steht fest, dass die Admira als Tabellenführer der Fußball-Bundesliga in die Länderspiel-Pause gehen wird.

Die aktuell mit vier Punkten Vorsprung abgesicherte Nummer-eins-Position interessiert Erfolgs-Trainer Dietmar Kühbauer aber genauso wenig wie der immer näher rückende inoffizielle Titel des Herbstmeisters.

"Darüber sollen sich andere Leute Gedanken machen. Für uns ist das Match am Samstag in Wiener Neustadt entscheidend", meinte Kühbauer vor dem Niederösterreich-Derby (16.00 Uhr).

Doppelt so viele Punkte wie Wr. Neustadt

Die Admira, die in der Liga weiter seit der Auftaktrunde am 16. Juli (0:2 gegen Rapid) unbesiegt ist, hat exakt doppelt so viele Punkte wie Wiener Neustadt auf dem Konto (26:13), diese Zahlen haben aber für Kühbauer nur bedingt Aussagekraft.

"Wiener Neustadt hat sich gefunden, das ist eine gestandene Truppe. Ich habe diese Mannschaft nie als Fixabsteiger gesehen, da wurde viel Understatement betrieben.

Dort wird uns ganz sicher nichts geschenkt, das ist weit weg von einer gmahtn Wiesn", stellte Kühbauer klar.

Admiras Formkurve fallend?

Am vergangenen Samstag hat die Admira bei Kühbauers Ex-Club Mattersburg 0:0 und damit in der Meisterschaft auswärts zum dritten Mal in Serie unentschieden gespielt.

Der Chefcoach wehrte sich dagegen, die Formkurve als leicht fallend anzusehen.

"Wir können nicht kommen und sagen, dass wir jedes Wochenende einen unglaublichen Fußball spielen. Wir sind alle Menschen.

Wir haben eine gute Linie, ein gutes Mittelding gefunden und haben uns noch keinen wirklichen Ausreißer nach unten geleistet. Wir machen aus unseren Möglichkeiten das Beste."

Blau-Weiße brennen auf Revanche

Das erste Saisonduell am 30. Juli war in der Südstadt eine klare Sache für die Admira, nun brennen die Blau-Weißen auf Revanche für das 0:3.

"Das war unsere schwächste Saisonleistung, die wollen wir ausbügeln und vergessen machen. Meine Mannschaft wird im Derby alles geben, dir wollen die drei Punkte", sagte Trainer Peter Stöger, der einen Sieg gegen die Admiraner als "Sensation" einstufen würde.

"Wir machen aus unseren Möglichkeiten das Beste"

Stöger will Sensation

Stöger hofft auf eine ähnliche Leistung wie beim 2:0 am 22. Oktober gegen Kapfenberg, dem bisher einzigen Heimsieg.

"Wir haben uns im Vergleich zum Saisonbeginn einigermaßen konsolidiert. Aber gegen die Admira wird es natürlich schwieriger, sie haben viel Selbstvertrauen", weiß der 45-Jährige, der auf eine bessere Chancenauswertung als bei der jüngsten 0:2-Pleite am vergangenen Samstag in Innsbruck hofft.

Stöger zieht den Hut

Vor der Admira zieht Stöger den Hut. "Wer so viele Punkte sammelt, gehört auch an die Tabellenspitze. Die Admira hat die Euphorie des Aufstiegs mitgenommen und im Offensivbereich zwei, drei Spieler, die die Partien entscheiden können.

Sie spielen einen attraktiven Fußball, das finde ich beeindruckend."

Der 65-fache Teamspieler verspricht, dass auch seine Truppe zu einem attraktiven Match beitragen möchte: "Wir sind eine Mannschaft, die nicht hinten drinnen stehen, sondern gepflegten Fußball spielen will."

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